Bei der Feier (von links): Julia Findeisen, Pfarrer Günter Blatz, Investor Kurt Schmalz, Bärbel Leiser und Carmen Maier von der Diakonie, Uwe und Michael Schneider, Architekt Matthias Jarcke und Bürgermeister Bernhard Haas. Foto: Stadler

Stadtentwicklung: Mehrgenerationen-Charakter in Dornstettens Zentrum / Verspätetes Richtfest

Mit neunmonatiger Verspätung wurde am Tübinger Bogen in Dornstetten ein "Related Richtfest" gefeiert. Auf den bei solchen Anlässen üblichen Richtspruch der Zimmerleute wurde aufgrund des fortgeschrittenen Stands der Bauarbeiten verzichtet – inzwischen sind die Dächer schon eingedeckt.

Dornstetten. Investor Uwe Schneider von Imbro Immobilien, der Initiator des rund 18 Millionen Euro teuren Großprojekts, blickte in seiner Ansprache auf die bisherige Bauphase zurück.

Die vergangenen Monate, in denen der Rohbau des aus mehreren Gebäudeteilen bestehenden Wohn- und Betreuungsprojekts erstellt wurde, seien nicht immer einfach gewesen. "Die bisherige Bauzeit stellte die Bauverantwortlichen vor größere Herausforderung, wie drastische Preiserhöhungen im Bausektor und zeitlich verzögerte Materiallieferungen", sagte Schneider.

Feier wegen Corona verschoben

Wegen Corona konnte auch das Richtfest nicht stattfinden. Umso mehr freuten sich er, sein Sohn Michael und sein gesamtes Team über das Fest an der Wohnanlage, so Schneider.

Auf dem Grundstück am Tübinger Bogen mussten drei Gebäude abgebrochen werden, um Raum für Eigentumswohnungen, betreutes Wohnen und für ambulant betreute Wohngruppen zu schaffen. 14 Eigentumswohnungen, von denen zehn bereits verkauft wurden, entstehen hier mit sogenanntem Mehrgeneration-Charakter neben 21 altersgerechten Wohnungen mit zentralem Treffpunkt und Bewegungsraum.

Die Diakoniestation Dornstetten-Glatten-Schopfloch wird dort künftig eine Tagespflege mit eigenem Eingang und Gartenanteil betreiben. Das Konzept sieht vor, dass dort sowohl Betreutes Wohnen mit pflegerischen Zusatzleistungen ebenso angeboten wird, wie eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für bis zu fünf pflegebedürftige oder an Demenz erkrankte Personen. Bereits vor über sechs Jahren kam der Kontakt zwischen Investor Schneider und Dornstettens Bürgermeister Bernhard Haas zustande. Es sei ihm wichtig, dass das Projekt an zentraler Stelle, in der Nähe von Stadtmitte, Rathaus und Marktplatz, entsteht, sagte Haas. Er zeigte sich erfreut darüber, dass es schon mehr als konkrete Formen angenommen habe und die Inbetriebnahme der betreuten Einrichtungen sowie der Einzug der Wohnungseigentümer schon bald anstehen.

Ende März soll alles fertig sein

Ende März – also wie geplant – soll das Projekt fertig sein, sagte Schneider. Bis jetzt seien die einzelnen Gewerke wie im Bauplan vorgesehen vorangekommen. Der Freudenstädter Architekt Matthias Jarcke blickte gemeinsam mit Daniel Schönle von seinem Partner-Architektur-Büro Ludwig Schönle in Stuttgart auf die schwierige Startphase zurück und zeigte sich erfreut über die bislang ohne Zwischenfälle und besonderen Vorkommnisse errichteten Gebäude.

Dem Betreiber des betreuten Wohnprojekts, der Sindelfinger Stiftung Innovation und Pflege, überreichte er schon vor dem Einzug ein Hirschgeweih. Das Geschenk nahm die Referentin des geschäftsführenden Vorstands, Julia Findeisen, entgegen.

Seitens der Tagespflege, die künftig von der Diakonie Dornstetten-Glatten-Schopfloch betreut wird, war Investor Kurt Schmalz von der J. Schmalz GmbH in Glatten beim Fest dabei.

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