Eine Tiger des Kampfhubschrauberregiments Foto: Sascha Linkemeyer

Am Donnerstagvormittag kreisten Hubschrauber über Nagold und umliegenden Teilorten. Leser spekulierten was hinter den Flügen steckt, wir haben nachgefragt.

Mehrere kreisende Hubschrauber wurden am vergangenen Donnerstagvormittag von Lesern gesichtet. Diese sollen etwa zwischen 10.30 und 11.30 Uhr mehrere Runden über Nagold, sowie umliegenden Orten wie Rohrdorf und Emmingen geflogen sein.

 

Auf Nachfrage unserer Redaktion beim Luftfahrtamt der Bundeswehr stellte sich heraus, dass es sich bei den mysteriösen Flügen um Routine- und Ausbildungsbetrieb gehandelt hat. „Die Erfüllung der Aufgaben der Luftstreitkräfte erfordert eine fundierte fliegerische Ausbildung und kontinuierliches Üben. Daher ist mit Blick auf den Erhalt der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte und unter den gegebenen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen ein Verzicht nicht möglich“, erklärt ein Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr. Über eine konkrete Übung liege jedoch keine Informationen vor, heißt es weiter.

Nach Auswertung der Radardaten berichtete der Sprecher, dass es sich wohl um insgesamt sieben Hubschrauber gehandelt habe – darunter fünf Maschinen aus Laupheim, zwei Transporthubschrauber und drei zweimotorige Hubschrauber.

Einer der Hubschrauber flog auch knapp über Nagold. Foto: Katzmaier

Außerdem seien zwei Maschinen des Tiger-Kampfhubschrauberregiments Fritzlar bei Kassel unter den Hubschraubern gewesen, so der Sprecher des Luftfahramtes der Bundeswehr. Sie flogen von der Militärkaserne Calw – die Kaserne des Kommando Spezialkräfte (kurz KSK) – im sogenannten Hubschrauberkoordinierungsgebiet.

Ihre Flughöhe lag demnach zwischen drei und 150 Metern. Die Hubschrauber erreichten dabei eine Geschwindigkeit von etwa 185 Stundenkilometer. Der militärische Flugbetrieb sei grundsätzlich über Deutschland zulässig, sagt der Sprecher.

Bei weiteren Fragen zum militärischem Flugbetrieb ist der Bürgerservice telefonisch unter 0800/ 862 07 30 oder per Mail unter FLIZ@bundeswehr.org erreichbar. Weitere Informationen findet man auch auf der Website der Bundeswehr.