Im Jahr 2024 wurden 734 Menschen im Zollernalbkreis eingebürgert. Der Wert hat in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Die Kreisbehörde erklärt, woran das liegt.
Kürzlich hat Landrat Günther-Martin Pauli im Stauffenberg-Schloss in Albstadt-Lautlingen im Rahmen des Neubürgerempfangs 734 Menschen begrüßt, die 2024 im Landkreis eingebürgert worden waren – gut 300 mehr als im Jahr zu vor. Woher der Anstieg kommt, konnte uns das Landratsamt beantworten.
„Der Anstieg lässt sich vor allem durch das neue Staatsangehörigkeitsgesetz erklären, das im Juni 2024 in Kraft trat. Dadurch sind Einbürgerungen nach deutlich verkürzten Voraufenthaltsdauern möglich – nach fünf statt acht Jahren“, heißt es seitens der Kreisbehörde.
Doppelte Staatsbürgerschaften generell erlaubt
Außerdem seien doppelte Staatsbürgerschaften generell erlaubt, was davor nur in Ausnahmefällen möglich war, ergänzt das Landratsamt.
Schaut man sich die Einbürgerungszahlen der jüngsten Jahre an, ist erkennbar, dass Einbürgerungen seit 2020 stetig anstiegen. Den letzten Rückgang gab es von 2019 (215 Einbürgerungen) auf 2020 (174).
Doch wie läuft eine solche Einbürgerung ab? Und welche bürokratischen Prozesse müssen die Menschen durchlaufen?
„Der Prozess gliedert sich im Wesentlichen in drei Schritte: Die Einbürgerung muss zuerst einmal beantragt werden. Für die Prüfung der Voraussetzungen einer Einbürgerung müssen die Antragsteller die benötigten Unterlagen zusammen mit dem Antrag einreichen“, beschreibt die Behörde den Prozess.
Pauli appellierte an die Neubürger, sich einzubringen
In einem persönlichen Gespräch werde die Loyalitätserklärung besprochen und vom Antragsteller unterzeichnet, gegebenenfalls müssten fehlende Unterlagen nachgereicht werden.
„Nach positiver Prüfung der Unterlagen wird die Einbürgerungsurkunde ausgehändigt.“
Beim Empfang in Lautlingen dabei waren rund 100 Neubürgerinnen und Neubürger. Landrat Pauli sagte, dass die kulturelle Vielfalt zur Stärke des Landkreises beitrage. Er appellierte an die Neubürger, sich ehrenamtlich in Vereinen und Organisationen einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Gesellschaft zu engagieren.