Nicht nur in der Landesliga, auch bei der Zweiten Mannschaft hilft Michael Haas immer wieder aus. Foto: Andreas Wagner

Für Michael Haas gehts vom AH-Training in die Landesliga. Der 37-Jährige hat zuletzt wieder den personell stark angeschlagenen TSF Dornhan ausgeholfen. Über 30 Minuten spielte er in der Spitze.

Dass in den späten Dreißigern das Fußballspielen noch nicht vorbei sein muss, zeigen aktuell einige Spieler beim Champions League Finalisten Inter Mailand eindrucksvoll. Henrikh Mkhitaryan, Yann Sommer und nicht zuletzt Francesco Acerbi, der mit seinem Treffer die Verlängerung im Halbfinale sicherte, beweisen, dass man auch mit 36 oder 37 Jahren noch im besten Fußballalter sein kann.

 

Mit 37 Jahren stand auch Michael Haas am Wochenende wieder auf dem Platz. Eigentlich nichts Besonderes, denn der Spieler der TSF Dornhan war in der Saison 2023/24 noch Torschützenkönig in der B-Liga bei der zweiten Mannschaft – hier auch schon aushilfsweise. Allerdings musste Haas dieses Mal ein paar Ligen höher ran. In der Landesliga gegen den BSV 07 Schwenningen wurde er in der 64. Minute eingewechselt.

„Durch verletzungsbedingte Ausfälle war ich im Kader. Eigentlich war es nicht das Ziel, so lange spielen zu müssen. Aber Andreas Schwab – bald 39 Jahre – musste noch länger rennen“, sagt Haas, der nur noch bei den AH trainiert. Für ihn war aber klar, wenn er gebraucht wird, spielt er – ob Zweite oder Erste.

Viermal hat er in der aktuellen Saison der Landesliga schon ausgeholfen. So lange wie gegen Schwenningen kam er aber bisher nicht zum Einsatz. Der erfahrene Landesligaspieler, der früher bereits mit Dornhan sowie mit Empfingen und Rottweil oben spielte, musste in der Sturmspitze ran. „Als wir gegen Ende aufgemacht haben, war ich in der Doppelspitze mit Sandro Bossert.“ Für Haas kein Thema. „Es gibt keine Position, die ich nicht gespielt habe. Ich musste auch mal im Tor ran, das kann ich aber gar nicht“, sagt er lachend.

Nachdem er früh in seiner Karriere vom Stürmer zum Innenverteidiger umgeschult worden war, ging irgendwann immer weiter nach vorne. Haas hofft aber, dass die Aushilfseinsätze insgesamt aber weniger werden. „Man merkt einfach, wenn man nicht trainiert.“ Hinzu kommt die lange Liste von Verletzungen. 2023 hatte er sich schwer verletzt und lange war unklar, ob er je wieder auf dem Platz stehen würde. „Ich habe einen kleinen Sohn. Mit dem will ich auch noch ein bisschen kicken können“, so Haas. „Nachdem ich lange Jahre die Knochen hingehalten habe, ist das ein neuer Abschnitt für mich.“

Umbruch steht an

Und für seine Turn- und Sportfreunde ist er auch neben dem Platz immer da. Denn Haas ist in der Vorstandschaft. Nun hofft er, dass der anstehende Umbruch in Dornhan gut über die Bühne geht. „Wir haben den Weggang unserer Trainer und insgesamt steht ein Verjüngungsprozess an“, sagt der 37-Jährige. Falls es aber noch mal brennt, steht Haas sicher aber auch in den kommenden vier Spielen parat.