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Michael Ballack Die Schmach von Südafrika sitzt tief

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Michael Ballack steht vor dem Ende seiner Fußballerkarriere. Foto: dapd

Berlin - Im Pay-TV hat Michael Ballack schon einmal eine mögliche neue Rolle als Fernseh-Kritiker geprobt. Die Tendenz aber geht erst einmal noch zur Fortsetzung seiner langen Karriere in den USA. „Ich denke schon, wenn ich eine sportliche Herausforderung suche, dass die im Ausland sein wird“, verriet der ehemalige DFB-Kapitän in der Sendung „Sky90“.

Der gebürtige Görlitzer wird mit Red Bull New York in Verbindung gebracht. „In diese Richtung“ könnte es schon laufen, meinte der Noch-Leverkusener nach zwei Jahren bei Bayer, die Ballack inzwischen selbst als Missverständnis einordnet. Es sei jedoch „noch nichts entschieden“, bemerkte der 98-malige Fußball-Nationalspieler.

"Elf Monate hingehalten"

Auch neun Monate nach seinem unfreiwilligen Nationalmannschafts-Aus fühlt sich Ballack noch ungerecht behandelt. „Wenn man mit offenen Karten gespielt hätte, mir gesagt hätte, was man vorhat, dann wäre ich der Letzte gewesen, mit dem man keine Lösung gefunden hätte“, erklärte der 35-Jährige, der nach einem handfesten Streit mit Bundestrainer Joachim Löw einen abschließenden Einsatz im Sommer 2011 gegen Brasilien abgelehnt hatte. Ballack fühlte sich „elf Monate hingehalten“ nach seiner schweren Verletzung vor der WM 2012: „Da hat man seinen Stolz.“

Vor allem seinem Nachfolger als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Philipp Lahm, kann Ballack noch nicht verzeihen. Als der verletzte Ballack das WM-Team in Südafrika besucht hatte, war Lahm gerade mit seinen langfristigen Ambitionen auf das Kapitänsamt in die Öffentlichkeit gegangen. „Er ist ein intelligenter Junge. Um in so einer Situation ein Interview zu geben, das macht man nicht einfach so. Da muss man schon einen Doppelpass mit dem Trainer führen, um sich so weit aus dem Fenster zu lehnen. Das sagt mir mein Gefühl“, sagte Ballack jetzt. Er habe mit Lahm auch nicht mehr über die Situation gesprochen. „Man sollte es auch irgendwann mal ruhen lassen“, ergänzte der Ex-Capitano.

Ballack fand nicht zur Topform zurück

Mit Löw könne er sicher „irgendwann sprechen, sich wieder über den Weg laufen und die Hand reichen“, meinte Ballack. Der einstige Weltklassespieler fand bei Bayer Leverkusen auch wegen einer weiteren schweren Knieblessur nicht mehr zur einstigen Topform zurück. Löw setzte gerade auch im Hinblick auf die EM 2012 auf jüngere Spieler. Inzwischen räumte auch der Bundestrainer ein, dass der Umgang mit dem Ballack-Abschied sehr unglücklich gelaufen sei.

Seine unglückliche Zeit bei Bayer Leverkusen sieht Ballack zum Teil in Fehleinschätzungen und Missverständnissen begründet. „Ich glaube, es gab intern Kommunikationsprobleme, wie meine Rolle auszusehen hat. Ich hatte das Gefühl, dass der Trainer mit anderen Spielern geplant hat, mit jüngeren Spielern“, sagte der 98-malige Nationalspieler. Noch ist er verletzt, möglicherweise steigt er aber diese Woche wieder ins Teamtraining ein - für seinen letzten Versuch in Leverkusen.

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