Ballermann-Star Mia Julia tritt am 6. Juni bei den Beach Days in Altenheim auf. Im Interview verrät sie, worauf sich die Gäste in Neuried freuen dürfen.
Zur 40. Auflage der Beach Days in Altenheim wird unter anderem Ballermann-Star Mia Julia zu Gast sein. Für die Sängerin ist es nicht der erste Auftritt in der Ortenau: Bereits 2017 stand sie in Altenheim auf der Bühne, ein Jahr zuvor trat sie beim Seenachtsfest in Schuttern auf.
Im Interview mit unserer Zeitung spricht sie über ihre Anfänge, Dorfpartys und warum Auftritte in kleinen Gemeinden ganz besonders für sie sind.
Mia Julia, du warst bereits 2017 in Altenheim zu Gast. Welche Erinnerungen hast du noch an den Auftritt?
Um ehrlich zu sein, kann ich mich im Speziellen nicht mehr daran erinnern. Ich trete seit 14 Jahren auf und habe unzählige Konzerte gespielt. Da verliert man den Überblick. Aber da die Veranstalter mich wieder gebucht haben, war es wohl eine richtig geile Abrissparty.
Du spielst sonst vor tausenden Menschen am Ballermann oder auf großen Festivals – was reizt dich an einem Auftritt in einem kleinen Ort wie Altenheim?
Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen und werde in meinem Herzen immer ein Dorfkind bleiben. Das feiere ich extremst. Dorfkinder wissen einfach, wie man eskaliert und die Hütte abreißt. Das haben wir im Blut. Deshalb freue ich mich total auf den Auftritt in Altenheim. Wir werden richtig abgehen und eine geile Zeit haben.
Gerade kleinere Gemeinden holen inzwischen auch sehr bekannte Künstler auf die Bühne. Überrascht dich das manchmal selbst?
Nicht wirklich. Als ich 2012 meine Karriere als Sängerin gestartet habe, habe ich nur auf kleinen Veranstaltungen gespielt. Manche Künstler haben von heute auf morgen einen riesigen Hype, aber wir haben uns jedes kleine Krümelchen hart erarbeitet und über die Jahre aufgebaut. Ich weiß, wo ich herkomme und das sind genau solche Partys wie die Beach Days in Altenheim. Darum freue ich mich immer sehr, auf solchen Partys aufzutreten. Das ist etwas Besonderes für mich. Und ich weiß, welche krasse Organisation dahintersteckt. Das sind keine professionellen Festivalveranstalter, sondern Leute aus dem Dorf und dem Verein, die so etwas Großes auf die Beine stellen. Das finde ich mega.
Erlebst du auf etwas kleineren Festen eine andere Atmosphäre als bei Veranstaltungen in Großstädten?
Mein Mann ist ein Stadtkind, ich bin ein Dorfkind. Wir diskutieren häufig humorvoll darüber, wer geiler feiern kann. Er sagt, in der Stadt hat man mehr Style. Das mag sein, aber wir Dorfkinder fangen bereits an der Tanke an, Party zu machen. Sogar auf einem Dixie-Klo würden wir noch feiern.
Viele Menschen kennen dich von großen Bühnen oder aus dem Fernsehen. Wie wichtig sind regionale Veranstaltungen für deine Karriere heute noch?
Regionale Veranstaltungen sind ein Teil meines Lebens. Ich mache mittlerweile nur noch Auftritte, auf die ich wirklich Bock habe. Mir ist es wichtig, dass die Bühne schön gestaltet ist und dass das Drumherum passt. Die Menschen sollen eine gute Zeit haben und einfach leben.
Viele Menschen in Altenheim erleben dich vermutlich zum ersten Mal live. Was erwartet das Publikum?
Bei meinen Auftritten gebe ich Vollgas und bin total im Moment. Vor allem bei jüngeren Menschen bemerke ich, dass der Einfluss von Social Media sie oft bremst. Sie achten sehr darauf, wie sie aussehen und wirken. Alles soll perfekt sein. Ich möchte ihnen zeigen, dass das alles keine Rolle spielt. Es geht nicht um die Optik, sondern darum, eine besondere Zeit miteinander zu haben und Erinnerungen fürs Leben zu sammeln. Ich möchte, dass sie sich frei fühlen und loslassen können.
Was erwartest du vom Publikum in Altenheim?
Ich erwarte nichts vom Publikum. Ich wünsche mir einfach, dass ich alle erreiche und jeder Spaß hat. Das sehe ich als meine Lebensaufgabe.
Was würdest du Kritikern sagen, die finden, Ballermann-Musik passe eher an den Strand als auf ein Dorffest in Baden?
Damit gehe ich ganz locker um. Kritiker würde ich einladen, vorbeizukommen und ein Bier mit mir zu trinken. Ich würde ihnen zeigen, wie die Leute hier feiern und ihnen vorschlagen, den Stock aus dem Hintern zu nehmen. Jede Musik hat ihre Daseinsberechtigung, solange sie nicht diskriminierend ist. Und wir bringen die geballte bunte Partywelt mit.
Wie viel bekommt man von einer Region überhaupt mit, wenn man nur für einen Abend da ist?
Leider so gut wie überhaupt nichts. Wir kommen mit einem kleinen Flieger an, weil ich davor noch einen anderen Auftritt habe. Dann bereite ich mich vor, gehe auf die Bühne und gebe Vollgas. Danach sitzen wir noch etwas zusammen und dann geht es auch schon wieder weiter nach Malle. Das ist schade, aber so läuft es meistens.
Badische Weinfeste oder Ballermann-Party – was wäre privat eher dein Ding?
Ehrlich gesagt bin ich keine große Weintrinkerin – davon werde ich sehr schnell betrunken und man hätte nicht lange Spaß mit mir. Bier dagegen trinke ich sehr gerne. Vor meinen Auftritten trinke ich nichts, aber danach freue ich mich auf ein kühles Bier – am liebsten aus der Region.
Deine Karriere hat sich seit deinem vergangenen Auftritt stark weiterentwickelt. Was hat sich für dich persönlich in den vergangenen Jahren am meisten verändert?
Sobald ich in die Öffentlichkeit gehe, erkennen mich Menschen und ich werde angesprochen. Die meisten sind aber richtig süß und ich freue mich total über meine Fanbase.
Was möchtest du den Fans in Altenheim vor deinem Auftritt noch sagen?
Ich habe neue Songs dabei – es wird laut, wild und geil. Ich freue mich richtig doll auf euch.