Elisa Barth vom Mehrgenerationenhaus am „Schwarzen Brett“ des Projekts, das im Erdgeschoss des Rathauses aufgestellt ist. Foto: Katzmaier

Kleine Gefälligkeiten mit großer Wirkung auf das Miteinander: Das ist die Idee von „Nachbarschaft leben in Haiterbach“ des Mehrgenerationenhauses.

Im Erdgeschoss des Haiterbacher Rathauses gibt es seit kurzem ein schwarzes Brett. Damit sollen auf unkomplizierte Weise Nachbarn zusammengebracht werden, die sich gegenseitig helfen können, erklärt Elisa Barth vom Diakonieverband Nördlicher Schwarzwald. Sie betreut beim Mehrgenerationenhaus das Projekt „Haiterbach do it“, in dessen Rahmen die Idee zu „Nachbarschaft leben in Haiterbach“ geboren wurde.

 

Das Angebot greift laut Barth die Idee auf, dass sich Nachbarn im Alltag eigentlich am besten helfen können. Der Begriff Nachbar ist in diesem Zusammenhang räumlich etwas weiter gefasst. Wer Hilfe sucht oder Hilfe anbieten möchte, könne seine Kontaktdaten am Schwarzen Brett hinterlassen und so direkt mit einem passenden Gegenpart in Kontakt treten. So können sich Menschen im ganzen Stadtgebiet zusammenfinden.

Hilfe beim Einkaufen oder mit Tieren

Im Sinne von Hilfe und Gefälligkeit sind da viele Dinge denkbar. Etwa die Hilfe beim Einkaufen, das Aufpassen oder Ausführen eines Tieres oder auch die Unterstützung beim Einkaufen.

Technisch ist die Umsetzung einfach. Am Schwarzen Brett gibt es vorbereitete Zettel, die Anbieter oder Suchende ausfüllen und dann anpinnen können. Das analog gedachte Konzept kann aber auch digital angegangen werden. So nimmt das Mehrgenerationenhaus Angebote und Suche-Anfragen auch per E-Mail an mgh.haiterbach@diakonie-nsw.de entgegen. Telefonisch ist das unter 07456/79 55 03 möglich.

Es gibt keine Vermittlung

Das Mehrgenerationenhaus stellt laut Barth aber nur das Schwarze Brett zur Verfügung. Alles weitere ist Sache der privaten Teilnehmer. Die Nachbarschaftshilfe sei privat, freiwillig und kostenfrei. Es gebe keine Vermittlung und keine Verpflichtung. Die Unterstützung erfolge auf eigene Verantwortung.

Dennoch würde sich das Mehrgenerationenhaus über eine Rückmeldung freuen, wenn es erfolgreiche Vermittlungen gab. Ebenso bei sonstigen Anregungen zu dem Angebot.