Man freut sich gemeinsam bei der Übergabe des Qualitätssiegels, das nun fünf Jahre im MGG hängen wird. Foto: Morlok

Zur Rezertifizierung des „Lion-Quest-Qualitätssiegels“ durfte die MGG-Schulleitung dieser Tage eine ganze Reihe an Gästen begrüßen.

Dies ist nun schon die dritte Zertifizierung in Folge. Bereits 2016 wurde das Zertifikat zum ersten Mal an das Horber Gymnasium verliehen und im Dezember 2019 hat eine Jury den Antrag auf die erneute Vergabe dieses Siegels geprüft und das Qualitätssiegel dann 2020 für weitere vier Jahre vergeben. 2024 stand also eine erneute Überprüfung an, die vom MGG mit Bravur bestanden wurde, wie die Jurymitglieder Rolf Hetzel (LQ-Trainer), Markus Guse (Jugendreferent der Stadt Horb) und Markus Kopf (Activities-Beauftragter) bestätigten.

 

Kopf würdigte die Leistung des MGG-Teams mit dem schwäbischsten aller schwäbischen Lobesbekundungen, indem er sagte: „Ich hätt‘ es selber fast nicht besser machen können“.

Das Zertifikat wird – nach strenger, festgelegter Prüfung – nur an Schulen verliehen, die sich neben dem Lehrplan bewusst dafür entschieden haben, Schüler und Schülerinnen durch das Vermitteln von Lebenskompetenzen in der positiven Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen.

Themen für Jugendliche

Das Lebenskompetenzprogramm Lions-Quest „Erwachsen werden“ behandelt Themen, die junge Menschen im Alter von 10 bis 14 Jahren in ihrem Alltag, Zuhause, in der Schule und im Freundeskreis besonders betreffen. Bei der Auseinandersetzung mit diesen Themen im Unterricht wird der ganze Mensch mit Kopf (Kenntnissen), Herz (Emotionen) und Hand (Aktivitäten) angesprochen.

Im ganzen Bundesgebiet erfüllen derzeit nur 51 Schulen diese hohen Erwartungen und die Verantwortlichen vom MGG haben mit ihrem gelebten Konzept nahezu die Höchstpunktzahl erreicht, wie Georg Neumann, ehemaliger Rektor des MGG und heute Kabinettsbeauftragter des Lions Clubs (LQ), sagte.

Sie sind es, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass das MGG ausgezeichnet wurde – Bettina Göhner und Elke Hespelt. Foto: Morlok

Bevor Neumann dann das Rednerpult an Michael Hailer, dem amtierenden Lions-Distrikt-Governor, Distrikt Mitte-Süd freigab, hatte er für alle Anwesenden eine Aufgabe parat. „Energizer mit den Gästen“ stand auf dem Programmzettel und wer dachte, jetzt gibt es einen Energiedrink oder einen Power-Riegel, der irrte.

Ohne miteinander zu sprechen, mussten sich die Anwesenden ihrem Geburtsdatum nach in einer Reihe aufstellen. Nicht ganz einfach, wenn man sich nur per Handzeichen verständigen kann, doch auch das gehört zum Konzept der Lehrerausbildung, die einen wichtigen Baustein des Lions-Quest-Qualitätssiegels darstellen.

Hailer ging dann kurz auf die Hauptschwerpunkte der Arbeit der baden-württembergischen Lions ein, die sich als Ziel gesetzt haben, sich aktiv für die kulturellen und sozialen Belange der Bürgerschaft einzusetzen und dabei besonderes Augenmerk auf die Bereiche Umwelt, Sehkraft und Jugend zu legen.

Wenn man sich bei Lions Quest trifft, geht es meist recht unkonventionell zu – man nennt es non-verbale Kommunikation. Foto: Morlok

Soziales Miteinander

Johnny Dorner, Präsident des örtlichen Lions-Clubs, hob in seinem Grußwort hervor: „Sozialkompetenz hat keine Lobby, doch dieses Engagement ist eine Investition in die Zukunft“. Er durfte wenig später das Siegel vor allem an die beiden Lehrerinnen Elke Hespelt und Bettina Göhner, die seit 20 Jahren die Fachschaft zum Lion-Quest-Qualitätssiegels unter sich haben, übergeben.

Das Siegel wird nun für weitere fünf Jahre sichtbar machen, dass am Horber MGG nicht nur reines Wissen, sondern auch das soziale Miteinander vermittelt wird. Ganz nach dem MGG-Motto: Miteinander geht’s gut“.