Die MFG Heuberg sieht schweren Zeiten entgegen. Grund dafür ist eine Schocknachricht der Bundeswehr.
Zur Jahresversammlung der MFG Heuberg im Gasthaus „Krone“ in Frohnstetten konnte Vorsitzender Volker Wäschle zahlreiche Mitglieder begrüßen. In seinem Jahresbericht ging er auf den Flugbetrieb des vergangenen Jahres ein. Schriftführer Martin Eppler berichtete von den einzelnen Aktivitäten und Kassenwart Ingo Jäck erläuterte Ein- und Ausgaben im Berichtszeitraum. Ein größerer Posten sei die Anschaffung eines neuen Rasenmähers gewesen.
Hoffnung besteht noch
Das beherrschende Thema war aber die Aufkündigung des Mitnutzungsvertrags seitens der Bundeswehr. Nach der völlig überraschenden Nachricht, dass die Bundeswehr diesen Vertrag mit den Modellfliegern nicht weiterführen will, steht man im Verein ab Juli vor dem Aus, schreibt die MFG in ihren Bericht.
Verein hat knapp 50 Mitglieder
Bereits vor rund 40 Jahren wurde im Rahmen des Kuratoriums Heuberg interessierten Soldaten und Zivilisten zur Freizeitgestaltung Modellbau und Modellflug angeboten und dazu Fluggelände am Rande des Truppenübungsplatzes bei Frohnstetten zur Verfügung gestellt, für das vom Regierungspräsidium Tübingen eine Aufstiegserlaubnis erteilt wurde.
Aus der Interessengemeinschaft ging ein eingetragener Verein, die Modellfliegergruppe Heuberg mit heute knapp 50 Mitgliedern hervor. Auch am Jugendferienprogramm der Gemeinde Stetten hat man vor Corona-Zeiten häufig teilgenommen.
Der Verein sucht nun verzweifelt im Raum Stetten neues Fluggelände und hat dazu mit Bürgermeister Maik Lehn und Ortsverwaltungen umliegender Gemeinden Kontakt aufgenommen. Die Suche gestaltet sich aber als äußerst schwierig, da aufgrund von Auflagen im FFH-Gebiet und Geländeanforderungen die Möglichkeiten äußerst begrenzt sind.
Verein hofft auf Übereinkunft
Die Verantwortlichen im Verein hoffen nun, dass man mit der Bundeswehr doch noch eine Übereinkunft für die Fortsetzung des Vertrages finden kann, von der vielleicht sogar beide Seiten profitieren könnten. Nach den Ausführungen von Oberstleutnant Heselschwerdt beim Neujahrsempfang der Gemeinde ist gerade in Stetten die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und ziviler Gemeinschaft vorbildlich. So haben bisher auch die wöchentlichen Vereinbarungen der Flugzeiten mit der Kommandantur stets vertrauensvoll und störungsfrei funktioniert. Vielleicht kann wenigstens an Wochenenden und in Urlaubszeiten Flugbetrieb nach Absprache möglich bleiben. Sonst gehen im Verein wohl die Lichter aus.