Er hat ihr sein Herz geschenkt – und eines aus Wurst. Blöd nur, dass sie Vegetarierin ist. Doppelt blöd: Max Schneider aus Albstadt ist Metzger. So lief sein Date in der VOX-Show.
Max Schneider aus Albstadt bezeichnet sich selbst als ehrgeizig, zielstrebig und selbstbewusst. Bei einer Frau ist ihm Aussehen nicht so wichtig, für ihn zählen innere Werte. Der 20-Jährige war am Freitag in der VOX-Show „First Dates“ zu sehen. Das Konzept der Sendung ist simpel: Zwei Menschen haben vor laufender Kamera ihr erstes Rendezvous in einem Restaurant. Am Ende der Folge ziehen sie Bilanz und entscheiden sich für oder gegen ein zweites Date.
In der Folge, die bereits im November aufgezeichnet wurde, zeigt sich Schneider zunächst als umsichtiger Gentleman. Dem Gastgeber und Moderator Roland Trettl bringt er selbst gemachte Maultaschen mit. Seinem „Blind-Date“, der 19-jährigen Mira aus Mannheim, schenkt er einen Plüschbär und – darauf ist er besonders stolz – ein Herz aus Wurst. Er ist nämlich von Beruf Metzger. Daher fragt ihn Moderator Trettl gleich zu Beginn, ob er denn mit einer Vegetarierin zusammen sein könnte. Wenn alles drumherum passt, dann könne er sich das durchaus vorstellen. „Aber eher nicht.“
Ein Herz aus Wurst
Diese Frage drängt sich im Laufe der Show geradezu auf. Denn die junge Frau, welche die VOX-Redaktion für Max ausgesucht hat, isst tatsächlich seit zehn Jahren kein Fleisch. Auf Max geräuchertes Geschenk und die Information zu seinem Beruf reagiert sie höflich und bedankt sich für die Aufmerksamkeit. Doch als der Moderator fragt, ob er die Wurst gleich aufschneiden soll, reagiert sie verhalten. „Das ist zu schön“, sagt Mira. „Ich bin Vegetarierin“, eröffnet sie erst auf Nachfrage. „Es ist trotzdem eine schöne Geste, er konnte es nicht wissen.“
„Ich bin Metzger von Beruf, da stellt man sich etwas anderes vor“, kommentiert Max die Szene in einer eingeblendeten Interview-Sequenz. „Wenn sie auch Fleisch isst, dann könnte ich ihr etwas kochen, was uns beiden schmeckt“, so Max. „Aber das muss die Zukunft zeigen.“ Die beiden Singles einigen sich darauf, dass gegenseitige Toleranz wichtig ist, sowohl für seinen Beruf als auch für ihre Essgewohnheiten.
Max mag Schlager, Mira nicht
Der Start des Dates hätte besser laufen können, dennoch entscheiden sich beide, zum Essen überzugehen. Im Gespräch zeigt sich, dass die beiden unterschiedlicher sein könnten. Thema Reisen: Sie reist gerne, vor allem in warme Länder. Max Schneider auch, vor allem nach Mallorca. Während er dort die Party-Meile Ballermann bevorzugt, war sie auf der Baleareninsel schon an vielen Orten, machte aber stets einen großen Bogen um den Ballermann. Er gehe gerne feiern, erklärt er ihr, auch wenn er eher wenig Alkohol trinkt – das haben sie gemeinsam. „Schlager – Party – Saufen. Das ist alles nicht so mein Ding“, erklärt Mira später im Interview.
Das Video zum Ballermann-Song ist schon online
Welche Musik sie gerne hört, wollte Schneider von seinem Date wissen. Sie bevorzuge keine bestimmte Richtung, sei musikalisch recht offen. Außer Schlager möge sie fast alles. Und wieder keine Übereinstimmung: „Das ist eher meine Richtung“, eröffnet Schneider seiner Date-Partnerin und fragt, ob sie gerne singt. „Nein gar nicht“, erklärt sie.
Max Schneider hingegen singt sehr gerne, hat sogar eigene Songs geschrieben und aufgenommen, kombiniert allerdings zwei Dinge, von denen der 20-Jährige bereits weiß, dass Mira sie nicht mag: „Drei Tage blau“ handelt von Party und Alkoholkonsum. Auch der Refrain, den der Sänger kurz anstimmt, haut Mira nicht vom Hocker, was ihn allerdings nicht stört, denn er hat große Ziele. „Ich fang klein an, und hoffe, dass ich mal ganz groß werde“, erzählt er von seinen Plänen, Ballermann-Star zu werden.
Gibt es ein zweites Date?
Am Ende wird Bilanz gezogen: Max Schneider findet Mira zwar hübsch und attraktiv, auch wenn sein Beruf und ihre Essgewohnheiten im Gegensatz zueinander stehen. „Im Großen und Ganzen hat es aber gepasst“, findet der 20-Jährige.
Auch Mira hat die Verabredung gefallen. „Es gab nie peinliche Stille, und wir hatten immer Gesprächsthemen“, resümiert sie. Am Ende steht die Frage aller Frage: Werden sich Max und Mira wiedersehen? Gibt es ein zweites Date? Aus Schneiders Sicht: gerne. Doch auch hier gehen die Meinungen auseinander. Mira gibt dem Albstädter eine Abfuhr: „Es hat nicht gereicht für ein zweites Date.“