Schulsozialarbeiterin Johanna Burger kritisiert den Umgangston der Schüler. Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Schulzentrum: In der Schulsozialarbeit spielt die Erlebnispädagogik eine große Rolle

50 Prozent Stellenumfang stehen dem Diasporahaus Bietenhausen für die Schulsozialarbeit an der Realschule und dem Gymnasium Meßstetten zur Verfügung – zu wenig, finden manche. Auch Johanna Burger, die sie leistet, möchte gern mehr tun.

Meßstetten. "Manchmal tut es mir in der Seele weh, wenn ich sehe, wie die Schüler miteinander umgehen", hat Johanna Burger, Schulsozialarbeiterin am Schulzentrum Meßstetten, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mit Blick auf Umgangsformen und soziales Miteinander der Schüler betont.

Sie möchte deshalb gerne noch mehr tun, während die Schulleiter auf ihre Wunschzettel für 2018 vor allem geschrieben hatten, dass die bestehenden, gut laufenden Angebote weiter gehen mögen. Johanna Burger freilich hatte Selbstbehauptungstraining für die Faschingsferien, Teilnahme an Projekttagen der Realschule, Hilfe beim Aufbau einer Hausaufgabenbetreuung an der Realschule in Kooperation mit dem Gymnasium sowie Sozialtraining und Erlebnispädagogik für die fünften und sechsten Klassen beider Schulen darauf notiert.

Was ist daraus geworden? Am Gymnasium gab es 2018 erlebnispädagogische Angebote, Sozialtraining in den fünften Klassen und eine jährliche Schülerdisco mit Burgers Unterstützung. In der Realschule nimmt Burger an Klassenkonferenzen teil, hat einen Spielenachmittag für die fünften Klassen organisiert, kümmert sich in der Mittagszeit in der Mediathek um Schüler, die Gesprächsbedarf haben und Hilfe brauchen, und sie bietet Sozialtraining in den fünften und sechsten Klassen an. Für Einzelfallarbeit bleibt da freilich wenig Arbeitszeit übrig. Dafür hat es mit dem Selbstbehauptungstraining in den Faschingsferien und den erlebnispädagogischen Nachmittagen geklappt, und das niederschwellige Angebot in der Mediathek hat Burger in die Vormittage ausgedehnt. Schließlich nimmt sie auch an Klassenkonferenzen und Projekttagen zur Gewaltprävention teil. Für 2019 will Johanna Burger die erfolgreichen Angebote fortsetzen, aber auch weitere erlebnispädagogische Angebote an der Realschule schaffen.