Erwin Feucht (links) hat Geschäftsführer Steffen Ammann bei Sanetta besucht.Foto: Otte Foto: Schwarzwälder Bote

Über Nachhaltigkeit und die aktuelle Situation hat Erwin Feucht, Kandidat von Bündnis ’90/Die Grünen im Wahlkreis Balingen für die Landtagswahl am 14. März, mit einem der Geschäftsführer der Sanetta GmbH, Steffen Ammann, gesprochen.

Meßstetten - Die Firma Sanetta verwende überwiegend Bio-Baumwolle, erklärte Ammann. Ein weiterer wichtiger Aspekt einer nachhaltigen Produktion sei, dass ein großer Teil in eigenen Werken in den EU-Staaten Bulgarien und Rumänien gefertigt werde. Dabei würden vor allem Stoffe nach dem Standard des international anerkannten Siegels GOTS – Global Organic Textile Standard – verarbeitet. "Wir haben mit der nachhaltigen Produktionskette begonnen, als das bei Einkäufern noch ein ›nice-to-have‹ gewesen ist und noch keine allgemeine Anforderung in der Branche."

Feucht fragte nach dem Ausblick für die Zeit nach Corona: "Mit den Vertretern der Handels- und Gewerbevereine in Albstadt und Balingen habe ich in diesem Zusammenhang schon über die Entwicklung der Innenstädte gesprochen."

Der Sanetta-Geschäftsführer hofft, dass es zu einem Rückbesinnen auf lebendige Innenstädte mit den Vorzügen des Einkaufserlebnisses kommt. Das müsse mit einem Wertewandel einhergehen: In der Konsumentscheidung sei das nachhaltige Textilprodukt wieder wert zu schätzen.

Feucht informierte sich zudem über die Bedeutung des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs für Sanetta in Meßstetten – etwa durch die Talgangbahn und die Regionalstadtbahn bis Albstadt. Ammann teilte die Einschätzung, dass ein gut getakteter Bahnverkehr mit Busanbindung ein Fortschritt und eine Verbesserung für den Standort Meßstetten wäre.

Was Nachhaltigkeit betrifft, beabsichtigt Sanetta, die Prozesse am Standort Meßstetten und später im gesamten Unternehmen in allen Aspekten überprüfen zu lassen, um entsprechend umzusteuern. Dafür bestehe eine Kooperation mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und dem dortigen Fachbereich Nachhaltigkeit. Eine Master-Studentin untersuche zurzeit alle Abläufe mit dem Ziel, eine EMAS-Zertifizierung – Eco Management and Audit Scheme – zu erhalten. "Im Landtag wird die systematische Unterstützung mittelständischer Unternehmen bei der Erlangung entsprechender Öko-Zertifizierungen einer meiner Schwerpunkte sein", betonte Feucht und fügte hinzu: "Die Landesregierung muss die Möglichkeiten dafür schaffen, dass beraten und gecoacht wird."

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: