Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Meßstetten Wenn Armut kontrastiert mit Güte

Von
Eine ganze Dorfgesellschaft mimen die Darsteller im Stück "Pfarrhannale" um Ideengeber Oskar Beuttler (Siebter von links). Foto: Groh Foto: Schwarzwälder-Bote

Meßstetten (wgh). Rundum gelungen war die szenische Darstellung des Buchs "s’Pfarrhannale", mit der am Samstag die Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Lamprechtskirche ihren Anfang nahmen.

Das Stück, dass auf den Kindheitserinnerungen der Pfarrerstochter Johanna Sophia Lörcher basiert, zeigte auf höchst lebendige, anschauliche und packende Weise, wie die Menschen auf dem Heuberg um die Jahrhundertwende lebten, welch bittere Armut in den Jahren vor dem Kirchenneubau in Meßstetten herrschte und wie schwer und entbehrungsreich das Leben damals war.

Auf der anderen Seite traten vor diesem Hintergrund Güte und Hilfsbereitschaft der Protagonisten umso deutlicher hervor. Der Pfarrer war als Seelsorger allenthalben gefragt und das Pfarrhaus eine wichtige Anlaufstelle für alle, die von Nöten des Alltags umgetrieben wurden.

Inszeniert hat die Geschichte von der Meßstetter Pfarrersfamilie ein später Nachfolger von Friedrich Lörcher, dem Vater des "Pfarrhannale", nämlich Oskar Beuttler, von dem die Idee stammte und die Initiative für die Aufführung ausgegangen war – versteht sich, dass er persönlich in die Rolle des Amtsvorgängers schlüpfte.

Zahlreiche Proben waren der Premiere vorausgegangen; da es ein ganzes Dorf zu verkörpern galt, war Beuttlers Truppe nicht gerade klein. Gudrun Frankenberg spielte die Pfarrfrau, Jana Smolle das "Pfarrhannale", Nina Zirkel ihre Freundin, "s’ Mariele", Tobias und Felix Frankenberg Hannas Brüder Frieder und Ulrich, Johannes Frankenberg den Provisor, Kerstin Smolle die Hebamme Dorle und Alexandra Sauter die Bäsle Emilie und Dorle aus Ebingen. Gleich drei Rollen hatte Constanze Schult übernommen, die der Schulmeisterin, einer Bäuerin und des Rickele aus Balingen.

Monika Fritz-König mimte Blickles Ahne, Bianca Stengel eine Bäuerin vom Hart und Schusters Anni, Ralf Smolle den Nachtwächter Andreas, Walter Schult den Fuhrwerker Wagner, Wilhelm Fischer den Rösslewirt, Maria Fischer die Rösslewirtin, Rüdiger Schard den Ebinger und Reinhold Schuttkowski den Balinger Amtsbruder von Friedrich Lörcher. Die Rolle des Erzählers war Gottlob Gerstenecker zugefallen.

Für Technik, Ton und Licht zeichneten Ralf Westphal und Matthias Hausding verantwortlich – das Stück wurde noch durch eine Bilderschau ergänzt. Die Musik steuerte in der sehr gut besuchten und bejubelten Premiere am Samstag der von Thomas Kiesinger geleitete Posaunenchor und in der Sonntagsvorstellung der Kirchenchor bei – letzteren dirigierte Bernd Braun, der auch die Orgel spielte. Einführende Worte sprach Adolf Ast, der auch eine Ausstellung zum Pfarrhannale im Kirchsaal zusammengestellt hat.

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading