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Meßstetten Wasser für mehr als 100 000 Bürger

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Mitglieder des Verwaltungsrats des Zweckverbands Wasserversorgung Hohenberggruppe (von links): Thomas Leibinger, Roswitha Beck, Josef Ungermann, Monique Adrian, Vorsitzender Frank Schroft, Josef Bär und Thomas Miller. Foto: Linder Foto: Schwarzwälder-Bote

Ein neues Wasserwerk wird mehr als 100 000 Einwohner auf dem Heuberg mit dem kostbaren Nass versorgen. Das hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands Wasserversorgung Hohenberggruppe beschlossen.

Meßstetten. Nicht zu kontemplativen Betrachtungen, sondern zu irdischem Handeln hatte der Zweckverbandsvorsitzende, Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft, die Verbandsmitglieder in den Pilgersaal des Hauses der Claretiner auf dem Dreifaltigkeitsberg in Spaichingen eingeladen.

Auf der Tagesordnung standen Punkte von großer Tragweite. So haben sich beispielsweise die Albstadtwerke von allen Verpflichtungen und Haftungen mit einer einmaligen Zahlung von fast 1,5 Millionen Euro freigekauft. Endgültig beschlossen wurde der Bau eines neuen Wasserwerks im Donautal – die bei weitem größte Einzelinvestition in der fast 50-jährigen Geschichte des Zweckverbands.

In seinem Rückblick auf die Tätigkeiten der Hohenberggruppe seit der vergangenen Verbandsversammlung hob Bürgermeister Schroft hervor, dass es trotz bedeutender Investitionen gelungen sei, den Schuldenstand von 3,4 auf unter 3,1 Millionen Euro zu drücken. Dies sei unter anderem durch ein intelligentes System des Stromeinkaufs gelungen: Immer dann, wenn dieser günstig sei, werde das Wasser in die Hochbehälter gepumpt. Außerdem sei es unter Führung von Wassermeister Andreas Wolters und dem stellvertretenden Verbandsrechner Simon Keller gelungen, wieder die Zertifizierung nach ISO 50001 zu erhalten, was dem Zweckverband eine Einsparung von fast 100 000 Euro beschert habe.

Der technische Leiter, Joachim Gelewski, erläuterte viele Einzelmaßnahmen und zeigte sich mit dem Wasserabsatz im Jahr 2016 zufrieden. Dieser lag mit 2,75 Millionen Kubikmeter rund 100 000 Kubikmeter über den Erwartungen, wenngleich er gegenüber dem extrem trockenen Vorjahr um 300 000 Kubikmeter gesunken ist.

Verbandsrechner Jürgen Buhl zog das Gremium mit seiner Schilderung über die Suche nach einem Standort für das neue Wasserwerk in seinen Bann. Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile habe sich Beuron-Langenbronn im Donautal als Standort herauskristallisiert.

Flankierend seien Verhandlungen mit den Albstadtwerken und der Bodensee-Wasserversorgung geführt worden, die im Falle einer Verschmutzung der eigenen Brunnen mit ihrem Wasser in die Bresche springen würden. Weil man mit der Verbandsspitze vom Bodensee einig geworden sei, könne im neuen Wasserwerk auf eine teure Ozonierungs- und Aktivkohleanlage verzichtet werden.

Für den Anschluss an die Bodensee-Wasserversorgung im Bereich Wellendingen/Frittlingen fallen Kosten in Höhe von fast vier Millionen Euro an, die jährlichen Betriebskosten dürften sich bei einer Abnahme von 590 000 Kubikmeter auf rund eine Viertel Million Euro belaufen.

Nachdem die Albstadtwerke kein Wasser mehr von der Hohenberggruppe abnehmen und den entsprechenden Vertrag gekündigt haben, wurden sie nach Zahlung einer Ablösebetrags in Höhe von fast 1,5 Millionen Euro von allen Verpflichtungen befreit. Die Albstadtwerke bleiben Verbandsmitglied und sind künftig mit einem Vertreter ohne Stimmrecht in der Verbandsversammlung vertreten. Als Bezugsmenge wurden null Liter pro Sekunde festgesetzt und die Satzung entsprechend geändert.

Aufgerückt vom stellvertretenden Mitglied im Verwaltungsrat zum ordentlichen Mitglied ist Oberheims Bürgermeister Josef Ungermann. Böttingens Bürgermeister Benedikt Buggle ersetzt seinen Vorgänger Gerhard Minder. Neue stellvertretende Mitglieder im Verwaltungsrat sind Schwenningens Bürgermeisterin Roswitha Beck, Dotternhausens Bürgermeisterin Monique Adrian und Bubsheims Bürgermeister Thomas Leibinger.

 
 
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