Das Meßstetter Gymnasium hat seine Schülerband wiederbelebt. Foto: Franke Foto: Schwarzwälder-Bote

Gymnasium: Nachdenkliches und Spenden beim Adventsfest

Meßstetten. Beim Adventsfest ist die Aula das Gymnasiums Meßstetten aus allen Nähten geplatzt, denn dort hat sich die "große Familie" der Schule getroffen.

Bei der Feier stand eine anmutig gespielte Weihnachtsgeschichte zwischen der Ansprache des Schulleiters Norbert Kantimm und der Vorstellung des seit Jahren unterstützten Projektes "Kinderhilfe Sansibar" und des jetzt gestarteten Engagements für La Balanza, einen Verein, der in Peru der indigenen Urbevölkerung unter die Arme greift. Zwei Absolventen des Gymnasiums leisten in Peru derzeit ein soziales Jahr. Mitgestaltet hat die Feier die wiedergegründete Schulband.

Kantimm berichtete von einem regen Austausch mit benachbarten Schulen, der half, Lücken bei der Besetzung von Unterrichtsstunden zu füllen. Man befinde sich noch auf einem langen Weg zur Digitalisierung der Schule. Wie vom Land gefordert, verstärkt sie die Sicht auf eine berufliche Ausbildung nach dem Abitur oder ein anschließendes Studium. Mit der Schülerfirma Chocella unterstreicht die Schule dieses Anliegen. Bei der jüngsten anonymen Befragung sahen mehr als 93 Prozent der Antworter die Arbeit im Gymnasium Meßstetten positiv. Eine gute Ausstattung, engagierte Lehrer, hoch motivierte Schüler und unterstützende Eltern seien der Grund für das gute Ergebnis.

Parallelen zur aktuellen Situation in der Welt

Von den Schülern selbst gestaltet, zeigte das Weihnachtsspiel Parallelen zur aktuellen Situation in der Welt. Unterstützt vom Schulchor mit Kindern aus den fünften Klassen spielten die Akteure die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland und stellten Herodes’ eitle Gedanken in den Kontrast zu seinen milden Worten. Seine Machtgier führte zum Tod vieler Menschen, und die Schüler fragten sich, warum das Töten und Morden immer noch anhalte.

Die "Kinderhilfe Sansibar" sorgt für die Deckung von Rahmenkosten, die entstehen, wenn Kinder mit einem bestimmten angeborenen Herzfehler zur Operation nach Israel geflogen werden müssen. Durch sein Engagement hat das Gymnasium Meßstetten schon einigen Kindern das Leben gerettet. Im Rahmen des Festes erhielt die Kinderhilfe einen Scheck über 1000 Euro. Auch der Erlös des Festes wird in diese Arbeit fließen. Zusätzlich wendet sich das Gymnasium auch Peru zu. Klaus Flad, Vorsitzender des Vereins La Balanza, dankte den Schülern dafür. Pia Maier und Julian Freisinger aus Schwennigen leisten in Peru aktuell ein soziales Jahr. Die Arbeit des Vereins wurde am Fair-Trade Stand vorgestellt.