Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Meßstetten Warten auf das Ja der Bundesregierung

Von
Der Platz dafür ist nahezu freigeräumt – nun bedarf es noch einer Gesetzesänderung, damit das Ärztehaus und die Pflegeeinrichtung mit dem so genannten stambulanten Konzept realisiert werden kann.Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Das ehemalige Postgebäude ist Geschichte, nun ist das Areal in der Hossinger Straße bereit für den Bau des Ärztehauses mit einer sogenannten stambulanten Pflegeeinrichtung. Die Realisierung des Plans hängt aber noch von einigen weiteren Faktoren ab.

Meßstetten. Das Grundstück wird derzeit vorbereitet, doch bis der Bau des Ärztehauses mit Pflegeeinrichtung in der Hossinger Straße beginnen kann, müssen die Stadt Meßstetten und die Mössinger BeneVit-Gruppe als Investor noch einige Hürden bezwingen. "Ich rechne von heute an mit mindestens drei Jahren, bis das Haus bezogen werden kann", sagt Kaspar Pfister, Geschäftsführer der BeneVit Holding GmbH. "Das was in Meßstetten entsteht, ist ein Novum", so Pfister weiter. "Wir begeben uns auf manchen Gebieten auf ganz neues Terrain, und das beansprucht viel Zeit."

Das neue Terrain ist in erster Linie das "stambulante" Pflegekonzept. In Meßstetten möchte BeneVit stationäre und ambulante Pflege miteinander verbinden. Im Klartext heißt das, dass auch Angehörige der Bewohner für diese Leistungen erbringen und damit die Kosten reduzieren respektive Pflegegeld-Leistungen erhalten können.

Damit dies in Meßstetten umgesetzt werden kann, braucht es aber noch eine Gesetzesänderung der sozialen Pflegeversicherung. Eigentlich hätte der Bundestag in den kommenden Wochen über die Gesetzesänderung beraten sollen; doch die Coronavirus-Pandemie verlagerte Gespräche wie solche nach hinten. Erst wenn die Zustimmung des Bundestags vorliegt – und davon geht Kaspar aus, denn viele Verbände befürworten die stambulante Pflege –­ kann in die konkrete Bauplanung eingestiegen werden. In Whyl am Kaiserstuhl hat die BeneVit-Gruppe 2016 mit dem Haus Reinaue bereits ein Pilotprojekt dieser gemischten Betreuungsform eröffnet. Nach dessen Vorbild soll in Meßstetten die Pflegeeinrichtung mit Ärztehaus erreichtet werden; es bietet Platz für 54 Bewohner, die in vier Hausgemeinschaften betreut werden.

Pfister rechnet mit einem Investitionsvolumen von circa elf Millionen Euro, wobei diese Summe je nach Bauplan und Preisentwicklung freilich noch variieren könne.

Derweil arbeiten Stadt und die BeneVit-Gruppe im Hintergrund mit Hochdruck daran, den Weg für den Bau des Ärztehauses mit Pflegeeinrichtung frei zu machen.

In den kommenden Tagen erfolgt die baurechtliche Abstimmung mit den Fachbehörden des Landratsamts Zollernalbkreis. "Wenn das alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, können wir dann ein Bebauungsplanverfahren anstreben", erklärt Bürgermeister Frank Schroft. Er hofft, dass bis Jahresende der Bebauungsplan steht und dass im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden kann – je nachdem, wann der Gesetzgeber die Änderung des Pflegegesetzes durchbringt.

Mit dem Grundstück in der Hossinger Straße, auf dem derzeit das ehemalige Postgebäude abgerissen wird, hat die Stadt Meßstetten ein Grundstück gekauft, das sie der Benevit-Gruppe auf 99 Jahre zur Nutzung kostenfrei überlassen hat. Derzeit führen sowohl die Stadt Meßstetten als auch der Investor Gespräche mit potenziellen Mietern für das Ärztehaus. Einige Interessenten gibt es laut Kaspar Pfister bereits, deren Praxisanforderungen können in der Planung berücksichtigt werden. "Wäre die Pandemie nicht gewesen, wären wir in der konkreten Planung schon weiter, wir nehmen jetzt wieder die Gespräche mit den Interessenten auf", erklärt der Geschäftsführer der BeneVit Holding GmbH.

"So ein Konzept braucht Zeit, kann es nicht aus dem Ärmel schütteln"

Da das Vorhaben sowohl innovativ als auch umfangreich ist, bittet Pfister die Meßstetter um Geduld. "Ein solches Konzept braucht Zeit, man kann es nicht einfach aus dem Ärmel schütteln."

Bei einer Befragung zum Stadtentwicklungskonzept Agenda 2030 wurde deutlich, dass sich die Meßstetter um die ärztliche Versorgung in ihrer Stadt sorgen. Derzeit seien in der Gesamtstadt noch genügend Ärzte angesiedelt, sagt Bürgermeister Schroft, doch da einige von ihnen in den kommenden Jahren ins Rentenalter kommen, soll das Ärztehaus die medizinische Versorgung der Einwohner in den kommenden Jahren sichern. Mit der Mössinger BeneVit-Gruppe, die einige Pflegeeinrichtungen in der Region betreibt, hat die Stadt Meßstetten einen Investor gefunden, der das Ärztehaus gemeinsam mit dem neuartigen stambulanten Pflegekonzept verbinden möchte.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.