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Meßstetten Wachstum übertrifft Erwartungen

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Michael Heinemann, Andreas Eckl (von links) und Cornelia Rosenau legen bei der virtuellen Vertreterversammlung der VR-Bank Heuberg-Winterlingen die Zahlen vor. Willy Braun (Zweiter von rechts) ist aus privaten Gründen nicht mehr im Vorstand und wird virtuell Anfang 2021 ausgezeichnet.Foto: Frank Luger Foto: Schwarzwälder Bote

Die erste Bilanz der VR-Bank Heuberg-Winterlingen nach der Fusion zeichnet sich durch überdurchschnittliches Wachstum aus. Die Zahlen präsentieren die Vorstandsmitglieder coronabedingt bei der ersten virtuellen Vertreterversammlung.

Meßstetten/Winterlingen. Wäre es ein normales Jahr, dann hätten sich die Vertreter der VR-Bank Heuberg-Winterlingen zu ihrer ersten Vertreterversammlung in der Turn- und Festhalle Winterlingen getroffen. Die Vorstände Andreas Eckl, Cornelia Rosenau und Michael Heinemann, die nach eigener Aussage "viel Wert auf persönlichen Kontakt und Austausch legen", hätten ihre Berichte auf der Bühne vorgetragen und Abstimmungen wären per Handzeichen erfolgt. Coronabedingt ist eine Präsenzveranstaltung allerdings nicht möglich, und daher haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die Vertreterversammlung virtuell abzuhalten: Die Vertreter sitzen zu Hause am Rechner und informieren sich durch digitale Berichte über das abgelaufene Geschäftsjahr. Auch Beschlüsse und Wahlen erfolgen online.

"Die VR Bank startete 2019 mit hervorragenden Zahlen in das erste gemeinsame Geschäftsjahr", berichten die Vorstandsmitglieder zufrieden. Trotz des erhöhten Aufwands, bedingt durch die Fusion der Volksbank Heuberg und der Winterlinger Bank, seien erfreulich hohe Zuwächse zu verzeichnen, und die Entwicklung habe deutlich über den prognostizierten Werten gelegen. Die Folge: Die Bilanzsumme ist um 4,7 Prozent auf 405 Millionen Euro gestiegen. Die Kundeneinlagen, geprägt durch Zuflüsse bei Tages- und Kündigungsgeldern, erhöhten sich auf 340 Millionen Euro, was einer Steigerung von 7,3 Prozent entspreche.

Die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen sei weiterhin groß, so Eckl, Rosenau und Heinemann: 236 Kredite mit einem Volumen von 33 Millionen Euro hatten sie 2019 zugesagt. Das bilanzielle Kreditvolumen sei um sechs Prozent von 179 auf 190 Millionen Euro gestiegen. Was waren die Treiber? Hier nennt das Vorstandstrio vor allem die rege Nachfrage nach TÜV-zertifizierten Wohnbaukrediten und die Bereitschaft der Firmenkunden, in neue Technologien und Erweiterungen zu investieren. Den deutlichen Zuwachs des gesamten betreuten Kundenvolumens um acht Prozent respektive 55 Millionen Euro auf 750 Millionen Euro werten die Vorstände als "Ausdruck des hohen Vertrauens der Mitglieder und Kunden", wie sie betonen, zumal die Bank "neben vielseitigen technischen Lösungen bewusst die persönliche Finanzberatung für jede Lebenssituation in den Mittelpunkt" stelle und mit einem digital persönlichen Konzept die Vorzüge der genossenschaftlichen Beratung mit modernen Kommunikationswegen kombiniere.

Das Eigenkapital wächst sogar noch stärker

Für eine solide Vermögenslage der VR Bank Heuberg-Winterlingen spricht laut Eckl, Rosenau und Heinemann die überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung: Das Wachstum von 8,1 Prozent auf 42 Millionen Euro liege sogar deutlich höher als das prozentuale Wachstum der Bilanzsumme, der ausgewiesene Jahresüberschuss bei insgesamt 596 566 Euro.

Angesichts der Corona-Pandemie und der derzeit noch nicht abschätzbaren Folgen hat sich die VR-Bank Heuberg-Winterlingen dennoch entschieden, vorsichtig zu agieren und der allgemeinen Empfehlung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu folgen, die dazu rät, auf die Zahlung einer Dividende, trotz des wirtschaftlich positiven Jahres 2019, zunächst zu verzichten und den vorgesehenen Dividendenbetrag in den Gewinnvortrag einzustellen. Letzterer soll es dann im Jahr 2021 ermöglichen, eine eventuell sogar höhere Dividende auszuzahlen, sobald die Auswirkungen der Corona-Krise abzuschätzen sind. Für Spenden und Sponsoring hat die VR Bank Heuberg-Winterlingen im Jahr 2019 insgesamt rund 50 000 Euro ausgegeben.

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