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Meßstetten Vom "Wäschbritt" zum "Wotsabba"

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Die Mundartexperten des Heimat- und Geschichtsvereins (von links): Manuela Parlow-Fritz, Helga Riehm, Anita Domschke, Gottlob Gerstenecker und Dieter Bodmer haben den Besuchern die Mundart näher gebracht. Foto: Groh Foto: Schwarzwälder-Bote

Köstliche schwäbische Ausdrücke und Redewendungen hat der Heimat- und Geschichtsverein bei seinem siebten Meßstetter Mundartabend präsentiert.

Meßstetten. Die Mundartexperten Dieter Bodmer, Anita Domschke und Gottlob Gerstenecker haben unter der Leitung von Manuela Parlow-Fritz und Helga Riehm in mehreren Sitzungen schwäbische Ausdrücke und Redewendungen der örtlichen Mundarten zusammengetragen.

Der Abend stand unter dem Motto "Haus ond Hof, vom Kear bis nuff ens Greach" (Haus und Hof, vom Keller bis hinauf zum Dachboden). Helga Riehm fungierte als Moderatorin und hatte auch Anschauungsmaterial mitgebracht, so auch einen "Bottschamber" oder Nachttopf. Doch dass das Schwäbische nicht nur in der Vergangenheit verharrt, sondern sich den heutigen Zeiten anpassen kann, zeigte sie damit auf, dass man mit dem Smartphone auch "wotsabba" kann. Der Bauplan eines alten Bauernhauses war Grundlage für den Rundgang. Anita Domschke brachte bei der Küchenbeschreibung ihren Tieringer Dialekt voll zum Tragen. Besonders wichtig war ihr auch die Ausstattung der damaligen Küchen.

Bei der Waschküche zeigte Manuela Parlow-Fritz, wie mühsam damals das Waschen mit "Wäschbritt" und Zuber war und wie sehr die Nachbarn das Aufhängen der Wäsche beäugten. Dieter Bodmer führte im Hossinger Dialekt in Bühne, Stall und Scheuer und würzte das Ganze noch mit persönlichen Erlebnissen. Man erfuhr auch, dass zum Räuchern des Fleisches "Weggabeira" (Wacholderbeeren) verwendet wurden.

Mit echt Meßstetter Dialektfärbung berichtete Gottlob Gerstenecker über die Werkstatt, die meist nur in der Scheuer Platz fand. Ganz ausführlich benannte er alle Einzelteile des Leiterwagens, Auch entwickelte er ein köstliches schwäbisches Wortspiel über die "Henna" (Hühner). Zum Schluss wusste Helga Riehm noch einiges Schwäbische übers Vieh zu sagen, vom Ziefer, von der Kuh und der Sau, gewürzt mit manchen schwäbischen Kraftausdrücken. Natürlich haben auch die Zuhörer manches aus ihrem schwäbischen Wortschatz dazu beigetragen. Es war wieder ein informativer Abend, der großen Spaß gemacht hat. Aber dabei musste auch festgestellt werden, dass so manche Redewendung in Vergessenheit geraten könne.

Damit es nicht zu trocken zuging, gab es auch in diesem Jahr wieder zusätzlich Schmalzbrot und Most.

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