Ein echter Überflieger: der riesige Spielplatz Foto: Schwarzwälder Bote

Neubau: Das Sport- und Freizeitgelände Blumersberg ist fertig und bietet für jede Altersklasse etwas

Auf dem Gelände des bisherigen Rasenplatzes des FV Meßstetten ist über den Sommer ein Freizeitgelände entstanden, das auf rund 6000 Quadratmetern Spiel- und Bewegungsangebote für alle Altersgruppen bietet. In kleiner Runde wurde es seiner Bestimmung übergeben.

Meßstetten. Mit dem wohl höchsten Mehrgenerationenspielplatz Deutschlands wurde den Meßstetter Bürgern ein Wunsch erfüllt, der bereits im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes "Agenda Meßstetten 2030" mehrfach geäußert worden war. Über den Sommer wich der ehemalige Sportplatz des Fußballvereins Meßstetten einem Eldorado an Freizeitmöglichkeiten auf 960 Metern über dem Meer. Die Fertigstellung des Sport- und Freizeitgeländes auf dem Blumersberg war eine Punktlandung: Kurz bevor die ersten Gäste zur Eröffnung kamen, wurden die letzten Arbeiten abgeschlossen.

Bürgermeister Frank Schroft hätte sich damals, als das Projekt im Mai 2019 vom Gemeinderat besiegelt wurde, gewünscht, dass die Einweihung mit einem mehrtägigen rauschenden Fest gefeiert wird – doch die aktuellen Kontaktbeschränkungen ließen gerade mal den Festakt auf Abstand zu. Das Wichtigste war freilich erlaubt: das Ausprobieren der Spielgeräte. Daher waren am Donnerstagnachmittag auch besonders viele Kinder auf den Blumersberg gekommen.

Auch wenn die anstehende kalte Jahreszeit das Freizeitgelände vermutlich erst mal in den Winterschlaf schicken wird – am Festakt zur Eröffnung luden die lauen Temperaturen zum Toben ein. Während Bürgermeister Frank Schroft und Landschaftsarchitekt Jörg Sigmund sowie der Geschäftsführer des Naturparks Obere Donau, Bernd Schneck, ihre Reden hielten, probierten die vielen Kinder aller Altersklassen die vielfältigen Spielgeräte aus.

Und von denen gibt es reichlich – und nicht nur für Kinder. Denn das Freizeitgelände auf dem Blumersberg ist mehr als nur ein simpler Spielplatz. Vielmehr ist er eine Begegnungsstätte im Freien mit allerlei Möglichkeiten zur Bewegung für Alt und Jung.

Da sind ein Wasserspielbereich, an dem man sich an heißen Sommertagen abkühlen kann, eine rund vier Meter hohe Schaukel, eine Seilbahn, ein großer Rutschenturm mit Aussichtsplattform, ein Streetball- und Workout-Bereich, ein Fitnesszirkel für Erwachse sowie zahlreiche Kletter-, Hangel- und Balancierelemente. Es gibt einen Kleinkindbereich mit Sandkasten, Wipptiere und Sonnenschutz. Sogar an Menschen mit Gehbehinderung haben die Planer gedacht: Die barrierefreie Schaukel und ein barrierefreies Trampolin können sie problemlos nutzen.

Die Natur und die schöne Aussicht sind inklusive – am idealen Platz

Neben einigen sportlichen Freizeitaktivitäten gibt es auch einen Picknickplatz mit Grillstellen und ein Angebot zur Natur- und Landschaftserfahrung. An verschiedenen Stellen laden Bänke und Sitzgruppen zum Verweilen und Ausruhen ein –­ inmitten zahlreicher Bäume und sogar mit Alpenblick bei gutem Wetter, wie Bürgermeister Schroft betonte.

In unmittelbarer Nähe zum Freizeitgelände besteht neben ausreichend Parkplätzen auch ein Wohnmobilstellplatz. Derzeit prüft die Stadt Meßstetten, ob durch eine Erweiterung zusätzlich ein Gastronomieangebot entstehen kann – oder vielleicht ein Kiosk.

Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Gelände finden sich einige Vorschläge und Anregungen der Bürger wieder, die in den Planungsprozess mit einbezogen worden waren. Bereits an den ersten Planungsschritten zum Großprojekt waren die Bürger im Rahmen einer Ideensammlung beteiligt.

Darüber hinaus verstehen Bürgermeister und Gemeinderat diese neue Attraktion als Dankeschön an die Meßstetter für deren Engagement und Toleranz gegenüber der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge, die zweieinhalb Jahre lang in der ehemaligen Zollernalb-Kaserne untergebracht war.

Die Gesamtkosten für den Bau des Sport- und Freizeitgeländes liegen bei rund 800 000 Euro; der Naturpark Obere Donau fördert das Projekt zur Freude der Stadtverwaltung mit einem Zuschuss in Höhe von 180 000 Euro. Ergänzt wird das Freizeitgelände vom benachbarten Dirtpark, der bereits 2019 gebaut worden war und seither Mountainbiker und Crossradfahrer auf den Blumersberg lockt.