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Meßstetten/Tübingen LEA schließt zum Jahresende

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Die bislang dort untergebrachten Menschen werden bis 30. September auf andere Einrichtungen im Land verteilt. Foto: Sauter

Meßstetten/Tübingen -  Wie geplant: Die Landeserstaufnahmestelle in Meßstetten (LEA) schließt Ende des Jahres. Das hat das Regierungspräsidium Tübingen am Donnerstag mitgeteilt. Die dort noch untergebrachten Flüchtlinge werden bereits jetzt in andere Einrichtungen im Land verteilt, um die Rückgabe der Gebäude und der Immobilien geregelt über die Bühne zu bekommen.

Rund drei Jahre nach der Eröffnung der LEA auf dem Gelände der früheren Zollernalb-Kaserne wird die Einrichtung damit wie vereinbart wieder geschlossen. Der Meßstetter Bürgermeister Frank Schroft äußerte sich am Donnerstag erfreut, nachdem er die Nachricht aus Tübingen erhalten hatte: "Damit haben wir die Gewissheit und Planungssicherheit, mögliche Konzeptionen für eine adäquate und selbstbestimmte Nachnutzung des Konversionsgeländes weiter voranzutreiben."

Die Meßstetter LEA war im Herbst des Jahres 2014, als viele Flüchtlinge auch nach Baden-Württemberg kamen, nach einem entsprechend positiven Votum des Gemeinderats auf Beschluss der grün-roten Landesregierung eingerichtet worden. Eröffnet wurde die LEA damals durch die damalige Integrationsministerin Bilkay Öney (Grüne). Nach Karlsruhe war Meßstetten der zweite Standort einer Landeserstaufnahmestelle in Baden-Württemberg.

Ausgelegt war sie zunächst für rund 1000 Menschen – tatsächlich kamen dort recht schnell deutlich mehr Flüchtlinge unter. In den Monaten Oktober bis Dezember 2015 war die LEA Meßstetten mit mehr als 3000 Flüchtlingen überaus stark belegt. Der Höchststand war am 6. Oktober 2015 mit 3628 Flüchtlingen erreicht. Seit Anfang März 2016 liegt die Bewohnerzahl dauerhaft unter 1000 Personen, seit dem 18. März 2016 unter 500. Insgesamt waren seit der Inbetriebnahme rund 28.000 Menschen – vor allem aus Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Eritrea, Somalia, Serbien und aus dem Kosovo – in Meßstetten untergebracht.

Die letzten Flüchtlinge werden die Einrichtung in den nächsten sechs Wochen verlassen. Sie werden nach Darstellung des Tübinger Regierungspräsidiums in andere Landkreise und Einrichtungen verteilt. Die Räumung erfolge in Abstimmung mit dem Innenministerium; bis zum vertraglich geregelten Schließungszeitpunkt am 31. Dezember 2017 verbleibe damit ausreichend Zeit, um die Einrichtung planmäßig zurückzubauen: "Wir werden die weiteren Schritte eng mit allen vom Rückbau betroffenen Personen und Institutionen vor Ort abstimmen", betonte Regierungspräsident Klaus Tappeser (CDU).

Im Rückblick bewertet Tappeser die Einrichtung der LEA und insbesondere deren Betrieb sowie die Akzeptanz in Meßstetten als Erfolg. Die Einrichtung sei "aufgrund der hervorragenden Arbeit aller Beteiligten mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und wird auch nach ihrer vertragskonformen Schließung ein Synonym für unbürokratische und menschliche Handlungsweise bleiben".

Tappeser dankte der Stadt Meßstetten und dem Zollernalbkreis für die gute Zusammenarbeit und schloss in seinen Dank auch die vielen Ehrenamtlichen ein: "Die zahlreichen Helfer aus Meßstetten haben mit ihren vielen Angeboten rund um die Landeserstaufnahmeeinrichtung wesentlich dazu beigetragen, den Flüchtlingen ein gutes Ankommen zu ermöglichen. Gerade auch die Meßstetter Bürger haben durch ihre tägliche und selbstlose Mitarbeit eine freundliche und weltoffene Umgebung für geflüchtete Menschen geschaffen".

Ähnlich äußert sich Bürgermeister Schroft: Den ehrenamtlich Tätigen sowie den Mitarbeitern und den Verantwortlichen des Tübinger RP danke er für den "großartigen, engagierten und herausfordernden Einsatz" in der LEA. Schroft weiter: "Vor allem diesem Einsatz haben wir es zu verdanken, dass wir diese Zeit weitgehend konfliktfrei gestalten konnten. Den Bewohnern der LEA wünsche ich für ihre Zukunft alles Gute und Gottes Segen."

 
 

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