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Meßstetten Stadtfest zum 40-jährigen Jubiläum

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Ein rauschendes Geburtstagsfest haben die Bürger der Gesamtstadt Meßstetten am Wochenende anlässlich von 40 Jahren Stadterhebung gefeiert – und der halbe Heuberg schien auf den Beinen zu sein. Am Sonntagmittag ließ es sich auf dem Erwin-Gomeringer-Platz und im Festszelt bestens aushalten. Foto: Katja Weiger-Schick

Meßstetten - Es war ein wunderschönes Fest, an das die Bürger noch lange zurückdenken werden. 40 Jahre Stadterhebung waren jedoch auch Anlass für mahnende Worte an die Adresse der Landesregierung.

Ein Festauftakt nach Maß: Bereits zum Fassanstich am Samstagabend war das Zelt auf dem Erwin-Gomeringer-Platz vollbesetzt – trotz des Kälteeinbruchs, wie Schroft angesichts des schon fast herbstlichen Wetters anmerkte. Der Bürgermeister erinnerte nicht nur an die Gründerväter der Stadt Meßstetten und ihre Arbeit für das Gemeinwohl, sondern stellte auch in kurzen Zügen spannende neue Projekte vor, unter anderem die Agenda 2030. "Eine Stadt braucht Perspektiven – auch und gerade dann, wenn die Bürger zufrieden sind“, unterstrich er.

Schroft hob die Bedeutung der Vereine und Institutionen für das Gemeinwesen hervor: "Eine Kleinstadt ist noch die Welt, die der Mensch sich selber baut." Und schließlich nutzte er die große Zuhörerkulisse, um auf die Nachnutzung des Geländes der Zollernalb-Kaserne einzugehen. "Wir haben uns leider zu sehr auf einige Zusagen bedeutender Landespolitiker verlassen", betonte der Bürgermeister nachdrücklich, "ich entlasse die Stuttgarter Landespolitik nicht aus ihren Versprechen."

Bis in frühe Morgenstunden ausgelassen gefeiert

Wenn es sein müsse, so fügte er in Anspielung auf das ungewollte Live-Interview mit einem kleinen Augenzwinkern an, auch im Radio oder direkt bei den entsprechenden Stellen vor Ort. Tosender Beifall schloss sich diesen Worten an. In ihrer Stadtgeschichte habe Meßstetten stets loyal zu seiner Bundeswehr gestanden: Wenn er Ursula von der Leyen richtig verstanden habe – die Bundesverteidigungsministerin hatte vor einigen Tagen bekanntlich Stetten am kalten Markt besucht – dann stünde einer Reaktivierung des Bunkers Martin durch die Luftwaffe nichts mehr entgegen.

Als kleine Überraschung sang am Festabend Gerhard Zimmermann, der Leiter der Feuerwehr-Altersabteilung, das Meßstetter Heimatlied, eine Ode an die "höchste Schwabenstadt". Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten der Meßstetter MV sowie die Partyband "Hautnah". Bis in die frühen Morgenstunden wurde ausgelassen gefeiert. "An dieses Fest werden wir noch lange und vor allem sehr gerne zurückdenken", sagte ein Besucher begeistert.

Landrat Günther-Martin Pauli hielt in einer persönlich gehaltenen Rede Rückblick: "Ich habe dieser Stadt privat viel Gutes zu verdanken." Die Meßstetter hätten stets streitbare, kluge und weitsichtige Persönlichkeiten als Bürgermeister gewählt. Die Stadterhebung Meßstettens vor 40 Jahren war seiner Meinung nach der krönende Abschluss des langjährigen Wirkens von Erwin Gomeringer: "Wir feiern jetzt auf dem Platz, der seinen Namen trägt." Mit Blick auf die jüngere Vergangenheit betonte Pauli, der Landkreis habe bezüglich der Lea Wort gehalten: "Wachsam und kreativ haben wir die Einrichtung aufgebaut und die Menschen begleitet." Meßstetten, so lobte Pauli, habe durch vorbildliche Mitmenschlichkeit auf sich aufmerksam gemacht.

Sonne lacht mit Besuchern um Wette

40 Jahre – und ganz schön aktiv: Nach so viel Lob wurde das Jubiläum der Stadterhebung am Sonntag im Meßstetter Stadtzentrum ausgiebig weitergefestet. Die Sonne lachte mit den Gästen um die Wette, und auf dem Erwin-Gomeringer-Platz ließ es sich gut aushalten. Im Festzelt boten die Vereine und Kindergärten der Gesamtstadt ein ansprechendes Bühnenprogramm aus Musik, Tanz und Show. Die Jubilarin demonstrierte damit eindrücklich, wie jung und agil sie geblieben ist – dank ihrer engagierten Bürger in allen Teilorten.

Die Schauübung der Feuerwehren musste allerdings verschoben werden: Eine Ölspur machte einen Einsatz notwendig – und zwar einen echten in der Realität. Die Kulturfreunde kamen an mehreren Orten gleichzeitig auf ihre Kosten. Im Rathaus wurde am Sonntag eine Ausstellung mit 140 Gemälden von 28 Meßstetter Künstlern eröffnet, im Museum für Volkskunst lockten indes die Werke von Walter Strich-Chapell, Wilhelm F. Wendel und Traugott Eppler die Besucher an. Auch das Fachwerkhaus Zeurengasse 10 öffnete seine Pforten: Hier gab es Gemälde von Gustav Vollmer zu sehen, außerdem einen digitalen Streifzug durch "Alt Meßstetten".



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