Bürgermeister Lothar Mennig: "Initiative zu Bundeswehr-Standorten macht Sinn". Jägerbataillon in Donaueschingen "falsch platziert."

Meßstetten - Die Gemeinde Meßstetten (Zollernalbkreis) begrüßt die SPD-Initiative zur Überprüfung der Bundeswehrreform.

"Die Initiative macht Sinn - sowohl militärisch als auch wirtschaftlich", meinte Meßstettens Bürgermeister Lothar Mennig (Freie Wähler). Damit würde "ein Fehler korrigiert", sagte er am Freitag.

In dem 10.600-Einwohner-Ort war bis Ende 2013 die Luftwaffe stationiert. Die Reform sieht am Standort statt ehemals 840 Soldaten nur noch 20 vor.

Das Jägerbataillon in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sei "komplett falsch platziert", meinte Mennig. "Wenn die üben wollen, müssen die über 80 Kilometer nach Stetten am kalten Markt fahren."

Der Standort Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) soll durch die Reform gestärkt werden: Hier werden künftig 2330 statt 1640 Mann stationiert sein.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) will die SPD-Bundestagsfraktion, dass Entscheidungen zur Ausrüstung und zu Standorten überdacht oder verändert werden. "Eine erneute und umfassende Betrachtung der Donau-Schiene von Donaueschingen bis Ulm" sei notwendig.

Es leuchte nicht ein, dass der Standort in Meßstetten geschlossen werden solle, während in Donaueschingen "teuer investiert werden muss". Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass die Bundeswehrreform gegebenenfalls nachgebessert werden soll.

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