Wer Grüngut anliefern will, muss ein Grundstück in Meßstetten besitzen oder dort wohnen. Foto: ©oceane2508 ­– stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Grüngutsammelstelle: Künftig dürfen nur noch Einheimische im Appental anliefern / Ortsämter helfen

Meßstetten. 35 000 Euro an Kosten zur Entsorgung des Grünguts, das auf der Sammelstelle Appental angeliefert wird, entstehen der Stadt Meßstetten jährlich. "Wenn wir wüssten, wie hoch der Anteil ist, den Auswärtige verursachen, hätten wir nicht jahrelang zugeschaut", antwortete Bürgermeister Frank Schroft auf Frage eines Stadtrats in der Sitzung des Technischen Ausschusses. Fest steht aber: Das Personal der Grüngutsammelstelle beobachtet, das die Zahl der Auswärtigen wächst, die dort kostenlos Grüngut entsorgen. "Weil’s in Meßstetten so g’schickt isch, ond kosta tut’s au nix", laute dann die Begründung.

Weil nur Meßstetter Steuerzahler die Entsorgung finanzieren, will die Stadt den auswärtigen Nutznießern nun einen Riegel vorschieben und hat sich schlau gemacht, welche Möglichkeiten sie hat. Der Vorschlag: Sie könnte Berechtigungsscheine einführen. Die müsste sich einer, der Grüngut anliefern will, dann auf dem Rathaus abholen und bei jeder Anlieferung vorzeigen. Auswärtige erhielten einen solchen Schein nur, wenn sie ein Grundstück in Meßstetten besitzen, auf dem Grüngutabfall anfällt.

Keine gute Idee, befand Stadtrat Alfred Sauter: Ihm "schwebt ein Schild vor", wie er sagte, und zwar mit dem Hinweis, dass Auswärtige nicht zum Anliefern berechtigt seien und bei Verstoß ein Bußgeld drohe. Harald Horn hielt dagegen: "Ich finde es ideal, das so zu machen. Man geht dann einmal aufs Rathaus, dann ist das erledigt."

Ernst Berger war derselben Meinung: "Ein Schild funktioniert nie. Wenn das so wäre, bräuchte man ja auch keine Parkplätze zu kontrollieren. Wer soll das überprüfen? Die Mitarbeiter der Sammelstelle haben keine Zeit", so Berger.

Bodo Schüssler, Ortsvorsteher in Hartheim, sprang der Stadtverwaltung zur Seite: "Es müssen ja nicht alle nach Meßstetten aufs Rathaus" – die Ortschaftsverwaltungen könnten beim Ausstellen der Berechtigungsscheine durchaus mit eingebunden werden. Dieser Vorschlag erntete nicht nur den Applaus der Verwaltungsmitarbeiter, sondern auch den der anderen Räte, die bei einer Gegenstimme für die Einführung der Zugangskontrolle stimmten.

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