Flüchtlinge und deutsche Schüler des Gymnasiums Meßstetten haben miteinander experimentiert. Foto: Seng Foto: Schwarzwälder-Bote

Gymnasium: Projekt "Physics for all" in Lea-Begegnungsstätte

Meßstetten. Im Bereich der Physik haben Schüler des Gymnasiums Meßstetten mit Bewohnern der Landeserstaufnahmestelle (Lea) experimentiert – beim Projekt "Physics for all" der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).

Physikalische Phänomene sind universell, global und für alle Menschen auf der Erde gleich. Das spielerische Experimentieren soll laut der DPG den Kindern und Jugendlichen in der Lea eine Ablenkung vom Alltag bieten und ihnen signalisieren, dass sie in Deutschland willkommen sind.

Zwei Materialkisten mit Experimentvorschlägen auf den Gebieten Optik und Elektrizitätslehre wurden von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Koordiniert von Schulleiter Norbert Kantimm gingen Teams aus Schülern und Lehrkräften an vier Nachmittagen ins Begegnungszentrum der Lea, um ihre Freude an der Physik zu teilen.

Zwischen acht und 15 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen teil. Die ehrenamtlichen Lea-Mitarbeiter Ralf Greiner und Corinna Eppler unterstützten sie beim Experimentieren. Die Verständigung erfolgte auf Deutsch, Englisch und nonverbal. Über die Physik sind die Geflüchteten mit den Meßstettern ins Gespräch gekommen – auch über die Wissenschaft hinaus. Das gemeinsame Staunen und Erleben verband alle.

"Über die Physik sind die Geflüchteten mit uns ins Gespräch gekommen, auch weit über die Physik hinaus", freute sich Arne Jessen, Physiklehrer am Gymnasium.