Die Meßstetter Abiturienten 2017 Foto: Studio Lengerer Foto: Schwarzwälder-Bote

Gymnasium Meßstetten: Abi-Ball in der Obernheimer Halle / Schüler bekommen Lob von Schulleiter und Elternvertretern

Meßstetten. In fröhlicher Stimmung hat in Obernheim die Abiturfeier des Gymnasiums Meßstetten stattgefunden. Schick gekleidet und mit strahlenden Gesichtern nahmen die nun ehemaligen Schüler ihre Urkunden und Bescheinigungen aus den Händen des Schulleiters Norbert Kantimm und ihrer Kursleiter entgegen.

"Willkommen, bienvenue, welcome": So begrüßte der Lehrerchor die Gäste in der großen Halle. Dann nahmen Lukas Bodmer und Niclas Riedlinger auf dem roten Sofa Platz, um von dort aus durch den ersten Teil des Programms zu führen. Sie wiesen auf die Boxen hin, getrennt nach den Kursen A, B und C, in denen Wünsche für die Schüler eingeworfen werden konnten. Ein Abstimmungsproblem mit der Druckerei habe dazu geführt, dass die Abizeitung nicht rechtzeitig fertig geworden sei und nun nur bestellt werden könne. Dafür hatte man eine Popcornmaschine organisiert, die später reichlich zu tun hatte.

Nach der Einladung, nun "den süßen Klängen des Schulleiters zu lauschen" trat dieser ans Mikrofon. Es habe sich im Jahrgang eine Einstellung der Schüler entwickelt, die zu guten Leistungen geführt habe. Wer Schule spießig empfunden habe, gehöre zu einer Minderheit. Das sei neben den Lehrern auch den Referendaren aufgefallen und auch einem Prüfer, der nach einer Lehrprobe voll des Lobes gewesen sei. Kantimm sprach von einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und bedankte sich bei diesen für die gute Zusammenarbeit.

"Cirkus Abigalli", das Motto der diesjährigen Abiturjahrgangs, brachte Kantimm offensichtlich in Verständnisschwierigkeiten. Latein, Fernsehsendung – nichts wollte so recht passen. Er ließ die Frage nach der Bedeutung des Themas letztlich offen, nicht aber, ohne seinen ehemaligen Schülern alles Gute zu wünschen und ihnen für das Erreichte zu gratulieren. Sie könnten nun von einer soliden Basis aus in einen Beruf oder ein Studium in ihrem nächsten Lebensabschnitt starten. Obernheims Bürgermeister Josef Ungermann betrieb ein bisschen Statistik, als er von zwölf Jahren Schulzeit, aber auch von rund 140 Wochen Ferien sprach, die sicherlich immer wieder vom Lernen bestimmt gewesen seien. Jetzt feiere man aber erst mal ein Ziel, eher ein Zwischenziel, denn Lernen begleite einen durch das Leben. Oliver Rentschler sprach als Vorsitzender des Elternbeirats vom Finale einer Schulzeit, das aus den schüchternen ehemaligen Fünftklässern nun erwachsene Menschen gemacht habe. Sie könnten und sollten Verantwortung übernehmen und die Gesellschaft mit ihren Gaben und Fähigkeiten mitgestalten.

Der Vorsitzende des Gymnasium-Fördervereins, Dirk Egger, verhieß den Beginn eines spannenden Lebens und zeichnete mögliche Linien vor. "Erhaltet euch den Wissensdrang!", rief er in den Saal und gestand den jungen Leuten zu, ihre eigenen Fehler zu machen.

Bezaubernd anschließend der Auftritt von Amelie Wäschle mit ihrem eigens komponierten Lied: "Man möchte der Direktor sein (und ist doch nur der Clown)". Am Piano wurde sie begleitet von Natalie Russ. Zu Beginn der Zeugnisübergabe und der Preisverleihung stellten Norbert Kantimm das neue Logo der Schule vor.

Bestanden haben das Abitur am Gymnasium Meßstetten: Simon Auer, Lion Beganovic, Daniel Bengel, Lukas Bodmer, Christoph Braun, Milena Buhl, Marvin Butz, Chiara Dett, Elena Dinser, Johannes Frankenberg, Julian Freisinger, Johanna Gerstenecker, Mandy Gruber, Sarah Hager, Julian Henssler, Carolin Herre, Laura Link, Tristan Löffler, Celine Macke, Pia Maier, Nils Maronde, Robert Mattes, Lea Mauch, Raphael Melchien, Anna-Lina Moser, Helen Moser, Manuel Moser, Rebecca Moser, Fabian Müller, Jasmin Nakicevic, Sabrina Ott, Marissa Reiser, Niclas Riedlinger, Felicia Ritter, Natalie Ruß, Jasmin Schinacher, Janina Schneider, Vincent Schreiber, Judith Schult, Vanessa Stefan, Christoph Stengel, Janina Stier, Felix Strobel, Ramona Thomas, Desiree Vogler, Tobias Vogt, Amelie Wäschle, Lisa Wellandt und Sven Zamel.

Für herausragende Leistungen bis zum Notenschnitt von 1,7 erhielten einen Preis: Lukas Bodmer, Johanna Gerstenecker, Mandy Gruber, Sarah Hager, Carolin Herre, Pia Maier, Robert Mattes, Helen Moser, Felicia Ritter und Amelie Wäschle. Für gute Leistungen bis zum Notenschnitt 2,0 erhielten Johannes Frankenberg, Janina Schneider, Vincent Schreiber und Sven Zamel eine Belobigung.

Für besondere Leistungen in einzelnen Fächern wurden Sonderpreise vergeben an Robert Mattes (Deutsch, Scheffelpreis), Amelie Wäschle (Mathematik, DMV-Preis,) Johanna Gerstenecker (Physik, DPG-Preis), Helen Moser und Sara Hager (Chemie, GDCh-Preis), Amelie Wäschle (Biologie, Karl-von-Frisch-Preis) und Lukas Bodmer (Evangelische Religionslehre, Paul-Schempp-Preis). Schulinterne Preise für besondere Leistungen in einzelnen Fachbereichen gingen an Amelie Wäschle (bestes Abitur), Helen Moser (beste Leistung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld), Carolin Herre (beste Leistung in: gesellschaftswissen-schaftliches Aufgabenfeld), Lukas Bodmer (beste Leistung im sprachlich-künstlerischen Aufgabenfeld). Für Studienstiftungen und Studienförderungen werden Amelie Wäschle (Studienstiftung des deutschen Volkes und des Weiteren für die Studienförderung des Cusanuswerks) und Lukas Bodmer (Studienstiftung Villigst) vorgeschlagen.

Preise für besonderes Engagement erhielten Milena Buhl, Pia Maier und Vincent Schreiber (SMV), Janina Schneider, Judith Schult (größte Leistungssteigerung in der Kursstufe), sowie Carolin Herre und Desiree Vogler (Mitarbeit in der Schülerbücherei).