Die "Ehemaligen" haben ihren Beruf schon gefunden. Wie? Das wollten die Gymnasiasten wissen. Foto: Fischer Foto: Schwarzwälder-Bote

Ehemalige Schüler des Gymnasiums Meßstetten erzählen über ihre verschiedenen Wege in den Wunschberuf

Von Judith Fischer

Meßstetten. Im Gymnasium Meßstetten haben sieben ehemalige Schüler über ihren Weg ins Berufsleben erzählt und so den gegenwärtigen Schülern Orientierung, Informationen und Beratung gegeben. Jedes Jahr kommt mit dem Abitur auch die Frage, wie es nun weitergehen soll. Um diese schwierige Entscheidung zu erleichtern, veranstaltet das Gymnasium Meßstetten jedes Jahr im Wechsel mit "Coaching for Future" einen Studieninformationstag.

Die ältesten ehemaligen Schüler stammten aus dem ersten Abiturjahrgang 2007. Viele Schüler der Klassen zehn bis zwölf und deren Eltern waren erschienen, und so war diese Studieninformationsveranstaltung laut Oberstufenberater Klaus Hertel die am besten besuchte bisher. Zusammen mit dem BOGY- Beauftragten Markus Haug moderierte er die Podiumsdiskussion.

Die Ehemaligen stellten sich und ihren Lebenslauf vor, wobei das Augenmerk auf der Frage lag, wie sie ihren Berufsweg gefunden hatten. Maschinenbaustudentin Tanja Jung hatte im Vorfeld viel ausprobiert in Form von Praktika und Berufsorientierung. Das einzige, was sie dabei heraus fand: "Mit einem PC kann ich nicht arbeiten." Wolfgang Narr wurde von seiner Familie "in die technische Richtung gedrückt" und entschied sich schließlich gegen eine Karriere als Profifußballer und für das Studium des Bauingenieurswesens in Konstanz. Dort studiert auch Anna Euchner, die während ihres Leistungskurses Kunst den Entschluss fasste, Architektur zu studieren.

Mario Maute dagegen fand in seiner Freizeit heraus, dass er in seinem Beruf mit Kindern arbeiten möchte. Nun studiert er für das Lehramt an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Larissa Wäschle informierte sich beim Berufsinformationszentrum über Berufe, die zu ihr passen könnten, und macht nun eine Ausbildung bei der Volksbank Heuberg. Dominik Helble studierte an der Dualen Hochschule in Ravensburg Wirtschaftsinformatik und arbeitet beim Bundeskriminalamt. Er entschied sich aus einem Bauchgefühl heraus für diesen Weg, denn "hundertprozentig weiß man es nie".

Im Gespräch berichteten die Studienbotschafter über ihren Studienalltag, der nicht unbedingt lockerer ist als in der Schule, über Geldprobleme und Zukunftspläne.

Die IHK beschreibt Auszubildende als "nur bedingt ausbildungstauglich". Das können die sieben Studienbotschafter nicht bestätigen. "Ich habe mich immer gut vorbereitet gefühlt", meinte Dominik. Was sie sich im Nachhinein aber von der Schule wünschten, sind mehr Übung in Bereichen wie Teamarbeit, Präsentation und wie man sich selbst und seine Meinung gut vertreten kann, denn dies sei ein sehr wichtiger Punkt im Studium.

Die Botschaft an die Schüler fiel recht einstimmig aus: Larissa rief sie alle auf, sich nicht zu sehr auf das Abitur zu versteifen, und auch Wolfgang stellte fest, dass der Notenschnitt eher zweitrangig sei: "Konzentriert Euch auf Eure Stärken und behaltet Eure Ziele vor Augen." Auch später solle man sich nicht zu viel Druck machen, meinte Dominik: "Es ist kein Problem, sich noch mal umzuentscheiden." Das Fazit der Studenten lautet: "Vor den Schülern steht eine wichtige Entscheidung, aber es wird nicht die Letzte sein."