Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Meßstetten Leichtigkeit statt angestaubtem Flair

Von
Helligkeit zeichnet den Innenraum der Lamprechtskirche nach der Renovierung aus. Foto: Franke Foto: Schwarzwälder-Bote

Überragend ist der Besuch des Festgottesdienstes in der Lamprechtskirche gewesen. Nach acht Monaten Renovierungsarbeit war es für die Meisten wohl der erste Blick in die durch frische Farbe, neue Fenster und den neuen Boden strahlende Kirche.

Meßstetten. Der Kirchsaal wird jetzt vom Kirchenschiff durch eine Glaswand getrennt, in der das Fensterdesign seine Fortsetzung findet. Erneuert wurde auch die Heizungsanlage. Nach der festlichen Eröffnung durch den Posaunenchor Meßstetten, dirigiert von Daniel Fischer, drückte Pfarrerin Susanne Stephan ihre Hoffnung aus, dass in das Gebäude nun wieder Leben einkehren möge. Symbolisch wurden nacheinander Altartuch, ein Beitrag der Kinderkirche, Blumen, die Kerzen und ein Lied des Kirchenchores vor und auf den Altar gebracht. Die Kinder wurden begleitet von Tobias Conzelmann, der Chor von Bernd Braun, an der Kirchenorgel spielte Laura Kreitz.

Von der Landeskirche erhielt die Gemeinde eine neue Lutherbibel in der aktuellsten Überarbeitung, und eine Figur des Reformators fand ebenfalls einen Platz. Aus dem neuen Buch wurde schon die Bibellesung vorgetragen, in der es um die Geschichte des zwölfjährigen Jesus ging, dem das Verweilen im Haus Gottes, seines Vaters, zunächst wichtiger war als die Heimkehr mit seiner Familie.

Pfarrerin Stephan ließ in der Predigt die Kirche sprechen. Der Sakralbau war im 13. Jahrhundert erbaut und mit der Reformation evangelisch geworden. Wechselvoll war die Geschichte der Kirche; ein Turmeinsturz und ein schweres Erdbeben am Anfang des vergangenen Jahrhunderts zogen Wiedererrichtungen und Umbauten nach sich.

In den jüngsten fünf Jahrzehnten habe sie mit der methodistischen und der katholischen zwei Kollegen erhalten, ließ Stephan die Kirche sagen. Unter großen Mühen von den Vorfahren errichtet, wolle die Kirche auch heute ein Ort der Ruhe, des Betens und des Miteinanders sein. "Schön wäre es, wenn neben den Familienfesten und den Höhepunkten des Jahres die Kirche wieder ein Ort wäre, in dem Alltag stattfinden würde", hörten die Besucher.

Architekt und Bauleiter Martin Bühler dankte unter anderem dem Bauplaner Martin Fetzer und erzählte von Ereignissen und Überraschungen in der Renovierungs- und Umbauphase. Er schenkte der Gemeinde einen Olivenbaum als Symbol ständiger Erneuerung und nachhaltigen Wachstums. Celia Mendoza, die Glaskünstlerin aus München, sprach von den Schwierigkeiten, sich im Korsett von Denkmalschutz und engem Budget künstlerisch zu entfalten, was ihr aber offensichtlich gut gelungen ist. Sie habe das angestaubte Flair der 1960er Jahre durch eine aktuelle Leichtigkeit zu ersetzen versucht und dabei verschiedene Techniken eingesetzt.

Bürgermeister Frank Schroft rief den eigentlichen Zweck der Kirche in Erinnerung: Gott dienen und sich dienen lassen. Einladend und dem Herrn würdig solle das Gebäude sein, sagte er. Die Kirche solle der Welt ein Ort der Orientierung sein, sich beispielsweise der Fragmentierung der Gesellschaft widersetzen.

Methodistenpastor Walther Seiler und der Leiter der Süddeutschen Gemeinschaft Meßstetten, Tino Murgia, gratulierten zur Wiedereröffnung und grüßten mit kleinen Präsenten mit symbolischer Aussage, ebenso Werner Ittermann von der katholischen Kirchengemeinde. Reinhold Schuttkowski hatte im Gottesdienst moderiert. Besonderen Dank richtete er an Karl Heinz Härter, Matthias Hausding und Wilhelm Sauter, die sich bei der Kirchenrenovierung eingebracht hatten. Fast alle Arbeiten wurden rechtzeitig und innerhalb des finanziellen Rahmens abgeschlossen.

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading