Die Bands haben den rund 260 Besuchern kräftig eingeheizt. Foto: Retter

Fünf Bands geben in Meßstetten Benefizkonzert für ehrenamtliche Arbeit in der LEA. Musiker heizen rund 260 Besucher kräftig ein.

Meßstetten -  Ein lautes Zeichen gegen Rassismus haben fünf Bands am Samstag bei einer Benefizveranstaltung zugunsten der ehrenamtlichen Arbeit in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Meßstetten gesetzt. Das Motto: "United Against Racism".

Die Bands haben den rund 260 Besuchern kräftig eingeheizt. Den Anfang machte Honeymoon, die Schulband des Gymnasiums. Es folgten Stumfol und The Snouts, den krönenden Abschluss bildeten Emily Still Reminds und Mom’s Day. Ein vielseitiges Rahmenprogramm und unzählige Helfer sorgten für einen ruhigen Verlauf.

Was man von einer Schulband erwartet, lieferten Honeymoon: Mit bekannten Coversongs aus der Alternative-Ecke eröffneten die Gymnasiasten die Veranstaltung in der Festhalle Meßstetten. Auch zwei junge Querflötistinnen trugen zum Gelingen bei.

Stumfol bot Gelegenheit, sich bei folkigem Singer-Songwriter-Sound zu entspannen. Auch für den Stand der Do-it-yourself-Siebdrucke von "I don’t like the Drucks – But the Drucks like me", wo die Besucher fair gehandelte T-Shirts und Taschen selbst bedrucken konnten, zeichnete der Musiker mit seinem Kollegen verantwortlich.

Die Punkrocker von The Snouts, die die Veranstaltung gemeinsam mit "Pro Asylbewerberheim in Meßstetten" initiiert hatten, schalteten dann einen Gang zu und animierten erste Gäste zum Tanzen. Sie freuten sich über den Zulauf und äußerten Respekt für die Arbeit der Ehrenamtlichen.

Mit der brachialen Post-Core-Walze Emily Still Reminds kamen schließlich auch die Fans härterer Klänge voll auf ihre Kosten. Fronter Simon gab der Hoffnung Ausdruck, durch verantwortungsvolles Handeln die Welt im Kleinen verändern zu können. Auch in den Songs kam es lautstark zum Ausdruck: "There is hope in this broken world!"

Die Stimmung so richtig zum Kochen brachten dann Mom’s Day mit altbekannten Songs und neuem Frontmann. Latz "Laser" Lursen passt wie die Faust aufs Punkrockerauge zu den drei hopsfreudigen Chaoten, die mit ihrem Publikum zu einem einzigen Energieball verschmolzen.

Mit den Besucherzahlen waren die Veranstalter zufrieden. Unter den Anwesenden waren jedoch vom Kleinkind bis zur Seniorin ganz unterschiedliche Gruppen vertreten. Bewohner der LEA, denen freier Eintritt gewährt worden wäre, fanden sich jedoch nicht ein.

Neben einer Tombola, Snacks, Getränken und kleinen, von Stefan Bitzer bemalten Leinwänden, die zum Verkauf standen, hatte auch die "Alboffensive – kein brauner Alb(t)raum" einen Infostand aufgebaut.

Außer den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern waren auch das DRK, die Feuerwehr, ein Sicherheitsdienst sowie die Polizei in vergleichsweise großer Zahl anwesend.

Das sei aber eine reine Vorsichtsmaßnahme, erklärten die Beamten vor Ort – im Zusammenhang mit der LEA ganz normal, und nicht aufgrund konkreter Hinweise geschehen. Das Benefizkonzert verlief dann auch ohne Zwischenfälle.