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Meßstetten Jesus saved my Life Ministry

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Sammelt Spenden für die Meßstetter Waisen: die Stiftung "Jesus saved my Life Ministry" – auch über ihre Internetseite. Foto: Screenshot Foto: Schwarzwälder-Bote

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Unsicherheit herrscht unter einigen der Spender respektive Spendewilligen im Hinblick auf die Benefizaktion für die verwaisten Kinder einer Meßstetter Familie. Sie stellen sich die Frage: Was geschieht mit dem Geld? Und: Was steckt hinter dem "Jesus saved my Life Ministry"?

Die Stiftung "Jesus saved my Life Ministry" ist nach Angaben auf der Internetseite eine Stiftung, die mit Bescheid des Finanzamtes Solingen vom 15. Juli 2016 als gemeinnützig anerkannt ist. In ihrer Satzung ist der Stiftungszweck definiert: den Menschen den christlichen Glauben auf Basis der Bibel als dem geschriebenen Wort Gottes nahe zu bringen. Die Stiftung sei "geleitet von einem biblisch christlichen Menschenbild und einem eben solchen Lebensprinzip". Sie verfolge ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO). Der Satzungszweck werde insbesondere verwirklicht durch Zusammenstellen christlicher Lebensberichte zur Ermutigung anderer Menschen, durch Medienarbeit zur Förderung des christlichen Glaubens, durch Verfassen und Publizieren von Büchern in Zusammenhang mit der christlichen Lehre, durch Konzeption und Ausrichtung von Vorträgen, Veranstaltungen und Tagungen und geeigneten Fort- und Ausbildungsmaßnahmen mit christlichen Inhalten, durch Unterstützung und Finanzierung christlicher Veranstaltungen im In- und Ausland, durch Förderung der Einheit aller Christen – konfessionsübergreifend – sowie durch praktische und finanzielle Unterstützung für Menschen in Not im In- und Ausland. "Nachdem der letzte Punkt genau auf die Hilfe der Waisenkinder (aus Meßstetten, d. Red.) passt, haben wir uns auf Bitte bereit erklärt, den Kindern zu helfen und unsere Stiftung helfend zur Verfügung zu stellen", erklärt Dorothe Rodehutskors vom "Jesus saved my Life Ministry". Der Name setzt sich zusammen aus der Aussage "Jesus hat mein Leben gerettet" und dem englischen Wort "Ministry", das für "Sendungsbewusstsein", aber auch für "Dienst", "Amt" oder "Aufgabe" steht.

Meßstetten. Eine Stiftung, die in Solingen sitzt, in Fürstenfeldbruck verwaltet wird und Spenden für die verwaisten Kinder einer Meßstetter Familie auf einem Augsburger Konto sammelt, dazu der Name "Jesus saved my Life Ministry" (siehe Stichwort) – all das kommt, so ist es seit Beginn der Spendenaktion Mitte November zu vernehmen – manchen suspekt vor. Zum einen haben sich Personen geäußert, die ihre Spenden wieder zurück haben möchten. Andere, die das Bedürfnis haben, zu spenden, haben es nicht getan – weil sie nicht wissen, wer hinter der Stiftung steckt. Kurzum: Manche, die den Kindern der am 31. Oktober verunglückten Mutter und des im Sommer verstorbenen Vaters helfen wollen, sind verunsichert.

Laut Karl Erler vom Finanzamt Balingen hätte auch jeder andere ein Spendenkonto einrichten können. Jochen Wienke aus Meßstetten, der den Kontakt zum "Jesus saved my Life Ministry" hergestellt hat, geht es jedoch darum, dass die Spenden "professionell verwaltet werden", wie er betont.

"Das Schicksal der Kinder hat uns selbst sehr ergriffen"

Auf Anfrage des Schwarzwälder Boten erklärt Dorothe Rodehutskors, die satzungsgemäße Vertreterin der Stiftung: "Uns hat das Schicksal der Kinder in Meßstetten selbst sehr ergriffen, so dass unser Hauptgedanke die Hilfe ist. Dies deckt sich mit den Willen der Spender." Die Stiftung versuche, "mit möglichst geringen Verwaltungsaufwand von maximal zehn Prozent die Spenden weiter zu geben". In der Stiftung werde die Arbeit ehrenamtlich erledigt. Dennoch fielen Fremdkosten, etwa für Porto, Steuerberater und externe Prüfungsgebühren an.

"Aufgrund unseres Einsatzes haben wir erreicht, dass das Spendenkonto bei so vielen Einzelspenden von der VR Bank kostenfrei geführt wird, was den Kindern zu Gute kommt", so Rodehutskors.

"Wir haben nichts zu verbergen – deshalb ist auch alles transparent"

Öffentlich will die Stiftung den Spendenstand auf ihrer Internetseite bekannt geben, "wenn der erste Spendenansturm vorbei ist", betont sie, sowie "die Mittelverwendung einsichtbar machen und auch veröffentlichen". Jeder Spender – sofern er seine Adresse angegeben habe – werde einmal jährlich erfahren, wie die Mittel verwendet werden. Rodehutskors versichert: "Wir haben nichts zu verbergen, und deshalb ist auch alles transparent. Wir wollen allerdings vermeiden, dass jeden Tag ein Spender kommt und die Bücher einsehen will. Ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erstellt den Jahresabschluss, der einsehbar und testiert ist." Zudem könne ein von den Spendern beauftragter Rechtsanwalt, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer die Bücher einsehen.

Wie genau die Spenden verwendet werden sollen, werde derzeit in Zusammenarbeit mit dem bestellten Vormund, dem Jugendamt des Zollern­albkreises, sowie dem Leiter des Heimes, in dem die Kinder untergebracht sind, erarbeitet.

Auch die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Frank Schroft und der Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Meßstetten ist Rodehutskors wichtig: Noch im Januar wollen sich Vertreter der Stiftung "mit allen Beteiligten beim Bürgermeister in Meßstetten treffen und die genaue Mittelverwendung in einem Versorgungsplan für die Kinder festlegen".

Aus der Selbstverpflichtungserklärung, die veröffentlicht werde und auf deren Basis "Auszahlungen an die Leistungsempfänger nach Vorlage von Rechnungen vorgenommen" würden, solle hervorgehen, für welche Positionen die Spendengelder zur Verfügung stehen. "Für uns zählt nur der Wille des Spenders und sein Auftrag in der Überweisung", betont Dorothe Rodehutskors.

Wöchentlich informiere Jochen Wienke als Vertreter der Stiftung vor Ort den Schultes, erklärt die Stiftungsvertreterin. Werde ein weiterer Beauftragter benannt, erhalte auch dieser Einsicht. Jochen Wienke versteht, dass manche angesichts des englischen Namens der Stiftung und der lokalen Trennung von Sitz und Verwaltungsort erst einmal unsicher sind. Letzteres sei der Tatsache geschuldet, dass die im "Jesus saved my Life Ministry" engagierten Personen örtlich verteilt seien. Rodehutskors bestätigt das: "Gute Leute gibt es nicht immer an einem Ort."

 
 

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