Lange hat die Stadt Meßstetten darauf gewartet, ihn einstellen zu dürfen, nun ist er da: Klimaschutzmanager Roland Eppler.
Weit fahren muss er nicht, und das ist ja auch schon mal gut fürs Klima: Mit Roland Eppler hat die Stadt Meßstetten ihren lange erwarteten Klimaschutzmanager auf eigenem Gebiet gefunden – genauer: im Stadtteil Hossingen.
Der 63-Jährige ist Elektroingenieur und hat seit 1. Januar eine 60-Prozent-Stelle. Seine Aufgabe ist es, ein Klimaschutzkonzept für die Gesamtstadt aufzustellen, erklärt Eppler. Strom, Wärme, Gewerbe und Verkehr – alles kommt unter die Lupe.
Das Konzept wird sogar vom Bund gefördert: mit 135 078 Euro für die Jahre 2024 bis 2026 von der „Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH“, der Projektträgerin für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
Der Gemeinderat war schneller als Berlin
Schon im Spätherbst 2022 hatte der Gemeinderat grünes Licht dafür gegeben, einen Klimaschutzmanager einzustellen, und im Januar 2023 hatte Stadtkämmerer Daniel Bayer den entsprechenden Förderantrag in die Bundeshauptstadt geschickt. Doch dort war der Flaschenhals – bis der Antrag bewilligt wurde, dauerte es nicht weniger als anderthalb Jahre.
Ein Rattenschwanz an negativen Folgen
Negativ ausgewirkt hat sich das außerdem auf wichtige Bauprojekte in der Stadt: Um die Pausenhöfe in der Bueloch- und der Burgschule sanieren zu dürfen, braucht die Stadt zuerst ein Klimaanpassungskonzept – und dafür wiederum den Klimaschutzmanager, wie Bürgermeister Frank Schroft beim Bürgerempfang 2024 erläutert hatte. Nun hat sie ihn mit Roland Eppler endlich gefunden, und Stadtbaumeister Claus Fecker bekommt das Konzept, das Voraussetzung ist für die Bauprojekte.
Roland Eppler hat sein Büro im Rathaus Meßstetten, Telefon 07431/63 49-57.