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Meßstetten Hartheim will – und darf – wachsen

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Der neue Ortschaftsrat Hartheim hat sich formiert und Bodo Schüssler (rechts) erneut zum Ortsvorsteher gewählt. Bürgermeister Frank Schroft (links) war der erste Gratulant. Fotos: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Dass 93,50 Prozent der Hartheimer die Lebensqualität in ihrem Stadtteil als gut bis sehr gut bewerten – spitze in Meßstetten: Vielleicht liegt es an ihrem immer fröhlichen Ortsvorsteher. Bodo Schüssler ist einstimmig wiedergewählt worden.

Meßstetten-Hartheim. Mit einer erbitterten Kampfabstimmung hatte ohnehin niemand gerechnet. In seiner konstituierenden Sitzung am Dienstagabend hat der Ortschaftsrat Bodo Schüssler allerdings nicht nur einstimmig in seine dritte Amtszeit als Ortsvorsteher geschickt und seinen Stellvertreter Richard Götz gleich hinterher, sondern auch ein Rekordtempo vorgelegt: Schlag 20 Uhr war das Gremium – neben Schüssler und Götz gehören ihm Alexander Kapla, Kurt Deufel, Arnold Kleiner, Johannes Tiefenbach, Beate Mauch, Bernhard Dreher und Heiko Mattes an – verpflichtet. Weil Dreher nach 25 Jahren seine Aufgabe als Schriftführer dann doch mal abgeben wollte, übernimmt sie Hans Tiefenbach, und Schüssler dankte Dreher nicht nur mit Wein, sondern mahnte auch Tiefenbach, dass er in "große Fußstapfen" trete: Dreher steht zu seiner Schuhgröße 50. Die Protokolle werden künftig Kurt Deufel und Arnold Kleiner abzeichnen.

In der letzten Sitzung des bisherigen Gremiums hatten die Räte keine Hinderungsgründe für die Neuen ausmachen können, und Bürgermeister Frank Schroft – in Begleitung von Hauptamtsleiter Thomas Berg und dessen Stellvertreter Tobias Böttner – fiel eine historische Aufgabe zu: Mit Sonja Schweizer verabschiedete er nach zehn Jahren als Ortschaftsrätin die erste Frau im Gremium. Nach 15 Jahren hat Thomas Butz den Ortschaftsrat verlassen und wurde ebenfalls mit Wein und Urkunde belohnt. Schroft Scherzhaft: "Bei Ihnen ist das Weinpräsent noch größer – Sie müssen sich fünf Jahre mehr schöntrinken."

Schöntrinken müssen sich die Räte ihre Arbeit ganz und gar nicht

Von wegen schöntrinken: In Hartheim stimmt die Chemie, wie Bodo Schüssler in seinem Rückblick deutlich machte. Vor allem dankte er seinen Ratskollegen dafür, bei Arbeitseinsätzen immer mit gutem Beispiel voranzugehen, und ging auf Geleistetes seit 2014 ein: Hallenanbau, umfangreiche Renovierungen in Schule und Kindergarten, mehrere neue Gehwege, Verbesserungen in der Festhalle und vieles mehr. "Das absolute Highlight der vergangenen 1250 Jahre war aber das 1250-Jahr-Jubiläum mit einem wohl einmaligen Festzug und Festakt", betonte Schüssler und dankte Schroft, Berg und Böttner für die große Unterstützung der Stadtverwaltung. Die Festchronik mit Widmung schenkte er den scheidenden Räten zum Dank und vergaß in diesem auch seinen Vorgänger Edgar Knaus nicht, der als Zuhörer dabei war.

Für die nächsten fünf Jahre seien viele Weichen bereits gestellt, betonte Schüssler mit Blick auf das Wohnbaugebiet Grund/Hülbenwiesen, das geplante Feuerwehrhaus samt neuem Fahrzeug und das Schuppengebiet, für das der Bauplatzverkauf bald geplant sei. Die 32 Jahre alte Küche der Festhalle steht ebenfalls oben auf Schüsslers Agenda, ebenso wie die Angebotserweiterung im Kindergarten: Der sei derzeit mehr als gut ausgelastet – die beste Zukunftsgarantie für den Erhalt der Grundschule Hartheim-Heinstetten, die allen Räten wichtig ist.

Die Öffnungszeiten seien bereits erweitert worden und die Kinder bekämen Mittagessen im Kindergarten, betonte Bürgermeister Schroft. Für vier Wochenstunden habe die Schule flexiblere Kinderbetreuung in Form von Schulsozialarbeit bekommen. Nun seien zusätzliche Bauplätze wichtig: Die Planung für "Grund/Hülbenwiesen" solle so schnell wie möglich realisiert werden, auch wenn es nicht einfach sei: Die Verkaufsverhandlungen über zwei Grundstücke mit der Kirche hatte Schroft sich leichter vorgestellt, sie deshalb zur Chefsache gemacht – und er ist zuversichtlich: "Ich denke, dass Hartheim eines der ersten Baugebiete sein wird, das erschlossen werden kann", sagte er mit Blick auf ähnliche Projekte in anderen Stadtteilen. Schließlich war in Hartheim nicht nur die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen mit 64,7 Prozent – 4,8 Prozentpunkte mehr als 2014 – "erfreulich hoch"; die Hartheimer erzielten auch den Spitzenwert in der Stadt bei der Bewertung der Lebensqualität. Vielleicht auch deshalb, weil sie einen stets optimistisch und fröhlich dreinblickenden Ortsvorsteher haben – auch für die nächsten fünf Jahre. Vielleicht ist der aber auch immer so fröhlich, weil ihm die Arbeit so viel Spaß macht, wie Schüssler betonte. So oder so: In Hartheim stimmt die Chemie.

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