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Meßstetten Gymnasiasten gründen eine Genossenschaft

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Gymnasiasten am Gymnasium Meßstetten vertreiben mit ihrer Schülerfirma besondere Sitzmöbel. Foto: Dürrschnabel Foto: Schwarzwälder Bote

Meßstetten. Auch Schüler können eine Genossenschaft gründen: Gemeinsam mit ihren Lehrern Markus Haug und Matthias Bucher entwickelten zwölf Schüler der Klassen zehn und elf des Gymnasiums Meßstetten den Plan, eine Schülergenossenschaft zu gründen.

Bei der Gründungsversammlung in der Interstuhl-Arena holten die Schüler die Stadt Meßstetten, die VR-Bank Heuberg-Winterlingen sowie die Firma Interstuhl Tieringen mit ins Boot. Die Schülerfirma möchte Cajons als Klangmöbel herstellen und vertreiben.

Besonderheiten an diesem Klangmöbel sind das Sitzpolster und die Kipphilfe. Zudem sollen die Cajons aus Holz, das vorzugsweise aus der Region stammt, hergestellt werden. Als Firmennamen haben die Schüler "jsap" gewählt – "just sit and play". Mit der Genossenschaft soll auch die Selbstständigkeit der Schüler sowie ein praxisorientiertes Handeln möglich werden. Die Schüler werden gezielt auf Berufsfelder im kaufmännischen und technischen Bereich vorbereitet. Standort der Schülergenossenschaft ist das Gymnasium Meßstetten.

Von der Projektentwicklung bis zur Herstellung und dem Verkauf lernen die Jugendlichen anhand der Schülerfirma die gesamte Wirtschaftspalette kennen. Auch die Organisation der Gründungsversammlung lag in den Händen der Gymnasiasten. Viele prominente Gäste aus der Wirtschaft sind der Einladung gefolgt, um die Schüler auf ihrem Weg zu unterstützen.

Dietmar Blaß, Vertreter des Genossenschaftsverbands Baden-Württemberg, steht dem Vorhaben von Anfang an positiv gegenüber. Er nannte "jsap" die wohl schnellste Umsetzung einer geplanten Schülergenossenschaft. Joachim Link, einer der Geschäftsführer der Firma Interstuhl, sprach von einem Grundstein für die Zukunft, der gelegt wird. Die Schülerfirma sei eine sehr gute Sache, die er sehr gerne unterstütze. Hier lernten die Schüler viele betriebswirtschaftliche Vorgänge und Verwaltungsabläufe kennen.

Cornelia Rosenau, Vorstandsmitglied der VR-Bank Heuberg-Winterlingen, war ebenfalls beeindruckt von dieser Idee und sagte im Namen der Bank die Unterstützung zu. Markus Haug, Lehrer und Initiator der Schülerfirma, ist stolz auf seine Schüler – und gespannt, was in diesem Rahmen noch alles möglich sei. Marco Clesle und Noah Siber stellten nach einem Pitch ihrer Idee den Prototyp des musikalischen Sitzmöbels vor. Die Wahl des Aufsichtsrats und des Vorstands leitete Bürgermeister Frank Schroft. Zu gleichberechtigten Vorsitzenden wurden Michaela Moser, Max Matzat und Markus Mengis gewählt. In den Aufsichtsrat wurden Joachim Link und Joachim Schilling von der Firma Interstuhl gewählt, ebenso wie Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft, Cornelia Rosenau von der VR-Bank, die Lehrer Markus Haug und Matthias Bucher sowie die Schülerinnen Dorothea Narr und Hannah Bodmer. Stimmberechtigt waren alle, die mindestens einen Anteil an der Genossenschaft haben.

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