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Meßstetten Feuer unterm Dach

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"Shot Down in Flames" war wörtlich zu nehmen. Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Meßstetten-Hartheim. Ein "krasses Kontrastprogramm", so Ortsvorsteher Bodo Schüssler, zum ersten Abend des Hartheimer Ortsjubiläums bekamen die Musikfreunde auf dem Heuberg am zweiten geboten: Auf Schlagerparade und Retro-Sound mit "Papis Pumpels" folgte ein Gastspiel von "Europas bester AC/DC-Coverband": "Barock" versetzt auch eingefleischte AC/DC-Fans in Ek­stase.

Zum Auftakt spielte die Schwenninger "Rock-’n’-Roll- Company"; das Publikum hatte also schon "vorgeglüht", als "Barock" die Bühne übernahm. Die Band ist in Nürnberg zu Hause, aber international besetzt – die Musiker stammen aus England, Italien, den USA, Russland und Deutschland. Derzeit sind sie auf Tournee, und die Hartheimer können mit Fug und Recht behaupten, dass sie sich in guter Gesellschaft befinden: Dem Konzert am Wochenende gingen Gastspiele in Nürnberg und Berlin voraus; indes fand Bandleader Eugen Torscher es durchaus stimmig, einen Zwischenstopp im "äußersten badischen Außenposten" einzulegen: "Auf 900 Metern Höhe klingen die Gitarren vielleicht noch besser." Auch sonst gefiel es Torscher auf der Alb: Organisation wie Verköstigung und Unterkunft im Hotel Schwane ließen keine Wünsche offen und die Zusammenarbeit mit der Hartheimer Feuerwehr um Kommandant Harald Stein funktionierten bestens: Als "sehr sachkundig und auf zack" hätten sich die Wehrmänner bei der Installation der Kanonen und der Pyrotechnik erwiesen. Auf dem Heuberg arbeiten Ehrenamtliche wie Profis.

Und dann ist da noch das Publikum – ebenfalls "professionell und auf zack". Es ging, wie die Musiker vermerkten, von Anfang an mit, auch bei relativ unbekannten Titeln – das Repertoire von "Barock" erstreckt sich immerhin über vier Jahrzehnte. Bei "Hells Bells" dröhnte die große Glocke, bei "For Those About to Rock" feuerten die Kanonen, und bei "Shot Down in Flames" trat eine feuerspuckende Pyrotechnik in Aktion. Ein gigantisches Bühnenbild verursachte Gänsehaut, und Dario Cisotto, der neue Sänger aus Treviso bei Venedig, tat ein Übriges, um reinstes AC/DC-Feeling hervorzurufen und an die 1000 Gäste – teilweise mit Teufelshörnchen dekoriert – bei Laune zu halten.

Authentischer geht es nicht

Übrigens waren längst nicht alle Einheimische: Gebhard Fischer, eingefleischter AC/DC-Fan aus Salzstetten im Nordschwarzwald, hat mit seiner nachgebauten Gibson-SG-Gitarre schon ganz andere Wege, bis zu 300 Kilometer, auf sich genommen, um "Barock" zu hören. Warum? Wer AC/DC hören will, muss sich im "Barock-Konzert" nur umdrehen – "dann hört man AC/DC". Doch warum sollte man sich umdrehen? "Barock" hat die Bühnen-Performance der Australier im Detail einstudiert. Authentischer geht’s nicht. "Wer zu ›Barock‹ geht", so Fischer, "macht nix falsch."

 
 

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