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Meßstetten Exkurs in die Geschichte Hossingens

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200 Teilnehmer schauten sich die schönsten Ecken Hossingens an. Fotos: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Wieder waren es 200 Wanderer, die sich der Meßstetter Ferienwanderung angeschlossen haben. Wanderführerin Rose Pfersich zeigte der Gruppe die schönsten Ecken Hossingens.

Meßstetten-Hossingen. Wanderführerin Rose Persich hatte im Vorfeld eifrig recherchiert, um die Wanderung mit vielen Informationen rund um die Geschichte und die Einwohner Hossingens zu beleben.

Pfersich machte sich im Internet schlau und stieß auf einen Namensvetter Hossingens – Hosingen in Luxemburg. Beide Gemeinden haben einige Gemeinsamkeiten. Das höchste Bauwerk ist beim Luxemburger Namensvetter der Sendeturm von RTL, im Meßstetter Hossingen ist es der 35 Meter hohe, mit grünen Dachziegeln gedeckte Kirchturm.

Eine Besonderheit an Hossingen ist die europäische Wasserscheide mitten auf der Durchfahrtsstraße in der Nähe des Rathauses. Das Wasser fließt dort auf der einen Seite Richtung Hossinger Leiter und Lautlingen in den Neckar, und in der anderen Richtung nach Unterdigisheim in die Bära und die Donau. Die Wasserscheide galt in der Keltenzeit als ein heiliger Ort, was möglicherweise auch der Grund dafür ist, warum die Kelten in Hossingen angesiedelt waren.

Einst waren es vier Häuser

Die Wanderstrecke führte über einen Waldweg mit leichter Steigung hoch zum Hartweg. Unterwegs erfuhren die Wanderer viel über die frühere Landwirtschaft, Flurnamen und die Drei-Felder-Wirtschaft. Um das Jahr 1300 bestand der Ort aus drei oder vier Häusern. Die Bewohner waren Bauersleute und besaßen Kühe, Schweine, Schafe, Hühner und eventuell auch Pferde. Die Felder wurden gemeinsam bewirtschaftet, wozu man sogenannte "Zelgen", eine größere Astgabel mit einem kurzen und einem längeren Teil, benutzt hatte. In Hossingen gab oder gibt es mehr als 100 Flurnamen, die im 19. Jahrhundert im Katasteramt notiert worden sind, darunter Flurnamen wie den Herrenacker, Pfarracker und Heiligenwiesen, oder die Pfaffenhalde.

Förster Thomas Holl ergänzte diese Informationen mit der Entwicklung der Waldwirtschaft und welche Baumarten den meisten Nutzen gebracht haben. Er wusste viel über die Bepflanzung und Pflege zu berichten.

Angekommen auf dem Grillplatz "Oberbuch" eröffnete sich den Wandern ein herrlicher Ausblick über das Bäratal nach Obernheim. Rose Pfersich blätterte weiter in ihrem Geschichtsbuch und erzählte von den sechs Grabhügeln, die durch den Straßenbau zerstört worden sind. Bei Ausgrabungen um das Jahr 1850 wurden einige Skelette, sowie Grabbeigaben wie Krüge, Armringe, Halsringe, Pfeilspitzen, Schwerter, Haarnadeln und Ohrringe gefunden.

Auf dem Rückweg genossen die Wanderer den schönen Ausblick auf Hossingen und den markanten Kirchturm. In der Turn- und Festhalle erholten sich die Wanderer bei Vesper und volkstümlicher Musik von Freddy Knorr von den Strapazen der Tour. Auch Bürgermeister Frank Schroft und Landrat Günter Martin Pauli, die sich der Wanderung angeschlossen haben, mischten sich unters Volk. Die Kinder, die keine Lust auf einen langen Fußmarsch hatten, bastelten mit den Betreuern des Jugendbüros Meßstetten Sommerdekoration.

 Die nächste Etappe der Meßstetter Ferienwanderungen findet am Mittwoch, 28. August, statt. Los geht es um 17 Uhr, Treffpunkt ist der Skilift Oberstocken.

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