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Meßstetten Eigene Burg zwischen Blindgängern

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370 Teilnehmer – Rekord! – starteten diesmal zur Ferienwanderung, die über den Truppenübungsplatz führte. Fotos: Lissy Foto: Schwarzwälder-Bote

Der Truppenübungsplatz ist und bleibt ein Besuchermagnet – wenn er denn mal betreten werden darf, so wie bei der fünften Meßstetter Ferienwanderung der Saison. 370 Teilnehmer wollten sich die Chance nicht entgehen lassen.

Meßstetten-Heinstetten. Ein neuer Teilnehmerrekord ist bei der fünften Meßstetter Ferienwanderung aufgestellt worden, die von Heinstetten auf den Truppenübungsplatz führte: 370 Gäste aus dem gesamten Zollernalbkreis folgten Ortsvorsteher Thomas Deufel auf das Gelände, ehe sie sich vom "Team Caotique" bewirten ließen. Mitarbeiter des Bauhofs und der Stadtverwaltung waren ebenfalls im Einsatz.

Dass er auch für das hochsommerliche Wetter verantwortlich sei, scherzte Hauptmann Michael Behmann, der stellvertretende Kommandant des Truppenübungsplatzes, ehe er die Wanderer über die richtige Verhaltensweise während der Führung informierte: Weil seit mehr als hundert Jahren Blindgänger auf dem Gelände liegen, sei es sehr gefährlich, den Weg zu verlassen.

Von der Festhalle über die Ringstraße führten er und Deufel die Teilnehmer zu den Dreibahnenmarksteinen, die einst die drei Länder Baden, Hohenzollern und Württemberg begrenzten, ehe es auf dem "Totenweg" weiter ging: Sein Name stammt aus der Zeit, als die Heinstetter ihre verstorbenen Angehörigen zur Bestattung nach Ebingen bringen mussten.

Vom Hühnerbühl hatten die Wanderer eine schöne Aussicht zum Zitterboch, zu der für Übungszwecke erbauten Ruine Wildenstein, die der gleichnamigen Burg im Donautal nachempfunden ist, sowie zur Ruine Roßkopf. Unterwegs erläuterte Behmann mit Blick auf die beiden alten Sprengplätze, dass auf dem rund 4800 Hektar großen Gelände – einem der kleinsten Truppenübungsplätze der Republik – drei Sprengplätze vorhanden sein müssen; der dritte befinde sich im Spitalwäldle. Sie haben einen Gefahrenradius vom 300, 1000 und 1500 Metern. Im letzteren Fall war Platz durch einen mit 1000 Metern Radius ersetzt worden.

Die Plätze, so Behmann, würden laufend erneuert und nach neuesten umwelt- und betriebstechnischen Erkenntnissen aufgerüstet. Sie dienten zu Ausbildungszwecken für die Bombenentschärfung.

Um das Gelände, auf dem eine europaweit einmalige Pflanzen- und Tierwelt vorkommt, landwirtschaftlich und landschaftlich zu pflegen, werden überwiegend Schafe eingesetzt, die höchst effektiv sind, wie deutlich zu sehen war. Die Zahl der Menschen, der Soldaten am Standort Stetten am kalten Markt, wächst: Waren es vor zwei Jahren noch 2000, sind es nun 3000 Beschäftigte auf dem Kasernenareal. Damit zählt Stetten a. k. M. mit zu einem der größten Bundeswehrstandorte Süddeutschlands.

Nach leichtem Anstieg zum Kraftsberg bekamen die Wanderer einen der Sprengplätze zu sehen, ehe sie am Streitplatz vorbei, über die Ringstraße, in einem kurzen Waldstück etwas Abkühlung genossen.

Bei der Festhalle erwartete sie bereits die Musikkapelle Heinstetten unter der Leitung von Thomas Moosbrucker mit flotten Märschen.

Großen Spaß hatten die Kinder, die den ganzen Weg in der Pferdekutsche hinter der großen Wanderschar, die sich sehr in die Länge gezogen hatte, her fahren durften, während Silke und Carolin Deufel auf dem Kutschbock die Pferde sicher lenkten.

Eine schier endlos scheinende Schlange bildete sich am Wurst- und Getränkestand. Trotz der großen Schar reichten Tische und Bänke – wie immer – für alle aus.

 Die sechste Meßstetter Ferienwanderung startet am Mittwoch, 31. August, um 17 Uhr an der Turn- und Festhalle in Hartheim.

Ihre Redaktion vor Ort Albstadt

Karina Eyrich

Fax: 07431 9364-51

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