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Meßstetten Durch Absturz und Ausbruch

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Bernd Kopf hat im Gemeinderat den Bericht von Johanna Burger über die Schulsozialarbeit am Gymnasium und an der Realschule Meßstetten vorgelegt.Foto: Eyrich Foto: Schwarzwälder Bote

Wie vielseitig die Schulsozialarbeit am Gymnasium und an der Realschule Meßstetten ist, hat der Bericht von Bernd Kopf in der jüngsten Gemeinderatsitzung gezeigt.

Meßstetten. Sowohl in Gruppen als auch mit einzelnen Schülern und Eltern arbeitet Schulsozialarbeiterin Johanna Burger, deren Bericht Bereichsleiter Bernd Kopf vom Diasporahaus Bietenhausen in der jüngsten Sitzung des Meßstetter Gemeinderats vorgestellt hat.

Die Bilanz für 2019 kann sich sehen lassen: Neben erlebnispädagogischen Angeboten in den Klassen 7 und 8 hat sie am Gymnasium – in der Regel einmal wöchentlich und zusammen mit den Klassenlehrern – Sozialtraining in den fünften Klassen angeboten. Sie nimmt am pädagogischen Tag teil, führt beratende Gespräche sowohl mit Schülern als auch mit Lehrkräften und Eltern und unterstützt die jährliche Disco in der Aula des Gymnasiums.

An der Realschule sind die Angebote fast deckungsgleich und reichen von der Einzelfallarbeit über die Teilnahme an Klassenkonferenzen und Elterngesprächen, an Gesprächen mit dem Jugendamt und anderen beratenden Institutionen bis hin zum Sozialtraining, das wechselweise in den Klassen 5 und 6 stattfindet, und zur Mobbingintervention mit gesamten Klassen. 2019 hat Burger außerdem Selbstbehauptungstraining während den Faschingsferien angeboten.

Ein wichtiges Angebot und besonders niederschwellig sind die Mittagsbetreuung in der Mediathek und die Begleitung während der Freistunden, denn sie bieten den Schülern Gelegenheit, "frei und ungezwungen über aktuelle Situationen zu sprechen und den Schutz zu genießen, dass die Offenheit und Ehrlichkeit nicht missbraucht wird", wie es in Burgers Bericht heißt. Die Mediathek ist an drei Tagen eine Stunde lang geöffnet, und Spiele sowie Bastelangebote helfen dort, miteinander ins Gespräch zu kommen und Hemmschwellen abzubauen.

Selbst das Smartphone dürfen die Kinder und Jugendlichen dort benutzen, denn auf dieser Basis finde zwanglose Medienerziehung statt. Nicht zuletzt haben Schüler dort Zugang zu Aufklärungsmaterial rund um die Themen Sexualität, Medien, Sucht und Gewalt. Auf einer Liste dürfen sie Wünsche notieren im Hinblick auf Spiele, Bastelmaterial, aber auch Ideelles.

In den Gesprächen gehe es vor allem um Wahrnehmungen im Klassenverbund, grenzüberschreitende Verhaltensweisen von Schülern, Konflikte mit Lehrern oder Mitschülern, Schwierigkeiten in der Familie, soziale Auffälligkeiten und Schwierigkeiten in der Schule. "Mobbing und Androhungen von Gewalt machen keinen Halt vor unseren Schulen und müssen schon im fünften Schuljahr intensiv, auch mit Unterstützung von außen, zum Beispiel durch die Polizei, be- und aufgearbeitet werden", heißt es im Bericht.

Wichtig ist Burger dabei, dass sie Informationen nur dann an Dritte – in der Regel Eltern, Lehrer, Jugendamt – weiter gibt, wenn die Betroffenen damit einverstanden sind.

In all diesen Fällen könne die Schulsozialarbeit helfen, die Probleme zu lösen, betont Burger in ihrem Bericht, die den Schülern außerdem hilft, wenn der Übergang in den Beruf oder verschiedene Praktika anstehen.

Johanna Burger nimmt an Elternabenden und pädagogischen Konferenzen teil – theoretisch auch an Projekttagen, wobei 2019 kein solcher stattgefunden hatte.

Mit der gemeinwesenorientierten offenen Jugendarbeit ist Johanna Burger gut vernetzt – schließlich bietet ihr Arbeitgeber, das Diasporahaus Bietenhausen, auch diese an. So ist sie etwa bei der Sportnacht im Einsatz, die allen Jugendlichen offen steht.

2020 will die Schulsozialarbeiterin ihre Angebote fortsetzen, bei Projekttagen in der Realschule mithelfen, Sozialtraining und Erlebnispädagogik anbieten – in der Realschule soll ein neues Angebot in dieser Richtung aufgebaut werden –, an Klassen- und Gesamtlehrerkonferenzen teilnehmen.

Detailliert führt sie in ihrem Bericht Beispiele für das erlebnispädagogische Angebot auf – "Gefängnisausbruch", "Führen und Folgen" uns "Flugzeugabsturz". In solchen Rollenspielen lernen die Kinder den vertrauensvollen Umgang miteinander, stärken ihre sozialen Kompetenzen und leisten Hilfe für andere. "Der Transfer in den Schulalltag findet im abschließenden Reflexionsgespräch statt und ist wichtig", heißt es im Bericht. "Ausreichend Zeit ist dafür notwendig."

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