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Meßstetten Die Kleinen passen sich schnell an

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Im Kindergarten dürfen sich die Kinder in ihrer Gruppe nahe sein wie auf diesem Bild aus einem früheren Jahr.Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Der neuerliche Lockdown zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie schränkt das tägliche Leben ein. Der Bundesregierung war es jedoch wichtig, Bildungseinrichtungen und Schulen offen zu lassen. Doch wie läuft der Kindergartenbetrieb unter Coronabedingungen?

Meßstetten. Bisher sei in den Meßstetter Kindergärten glücklicherweise alles gut gelaufen, berichtet Thorsten Steidle, Pressesprecher der Stadt Meßstetten: Bis dato seien keine Covid-19-Fälle in einer der Einrichtungen gemeldet worden. Im Fall eines infizierten Kindes in einer der Gruppen müsse man eben in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt abwägen, ob nur die einzelne Gruppe oder die gesamte Einrichtung in Quarantäne muss.

Generell setzen die sechs städtischen Kindergärten in der Gesamtstadt auf Lüften und regelmäßiges Händewaschen. Abstand müsse innerhalb einer Kindergartengruppe nicht gehalten werden.

Um einer kollektiven Quarantäne vorzubeugen, werden die Gruppen in allen Einrichtungen voneinander getrennt. Im Hartheimer Kindergarten beispielsweise werden die Aktivitäten so geplant, dass sich die Gruppen im Haus nicht begegnen oder nur eine Gruppe draußen im Garten spielt. Deswegen wurden auch die Bringzeiten angepasst. Eltern dürfen die Kita nicht betreten, die Erzieher holen die Kinder am Eingang ab.

Anders sieht es beim Kindergarten Bueloch aus. Die Eltern dürfen ihre Kinder nach wie vor zur Garderobe begleiten und ihnen beim Umziehen helfen – allerdings mit desinfizierten Händen und Alltagsmaske, berichtet Einrichtungsleiterin Patricia Wolfer.

Eigentlich folgt der städtische Kindergarten dem offenen Konzept. Die 82 Kinder wurden nun in altersgemischte Gruppen mit festen Erziehern eingeteilt. "Die Einteilung war schwierig, weil es viel zu organisieren gab und wir natürlich das Wohl des Kindes gewährleisten wollen", so Wolfer weiter. Daher wurde drauf geachtet, dass jedes Kind in der neuen Gruppe einen Spielpartner hat und Geschwisterkinder zusammenkommen.

Eine Schwierigkeit ist die Raumeinteilung: Die Funktionsräume wie etwa der Ruheraum und der Bauraum wurden zu Gruppenräumen umfunktioniert und die Spielsachen aufgeteilt. Der große Garten ist mit einem Bauzaun abgetrennt und wird so oft wie möglich genutzt. Jede Gruppe hat sich ein eigenes Symbol ausgedacht, mit dem die Sanitärräume gekennzeichnet sind. Im Kindergarten wird den Kindern so gut es geht die Problematik rund um das Virus erklärt. Wolfer lobt ihre Schützlinge: "Die Kinder sind ganz tapfer." Natürlich bedeute die Pandemie auch für die Jüngsten Verzicht, vieles sei auch für sie nicht möglich. "Wir müssen umdenken, aber wir versuchen, alles irgendwie möglich zu machen", sagt Wolfer und erzählt vom Laternenfest, das eben nachmittags innerhalb der jeweiligen Gruppen mit einem Laternenspaziergang und Kinderpunsch gefeiert wurde.

Die Coronavirus-Pandemie hat auch das Team im evangelischen Kindergarten "Arche Kunterbunt" zum Umdenken gebracht. Auch dort musste das offene Konzept weichen, erzählt die Leiterin Inna Pelludat. Nun sind die 47 Kinder wieder festen Gruppen in eigenen Räumen zugewiesen. Eine Herausforderung ist, dass das Material diesem Konzept nicht angepasst ist; vieles ist nur einmal vorhanden. Daher müsse man das Spielzeug aufteilen und gegebenenfalls zwischen den Gruppen austauschen.

Freunde sollen zusammenbleiben dürfen in ihrer Gruppe

Anfangs war die Trennung der Kinder in Gruppen schwierig – schließlich bilden sich auch Freundschaften. Dennoch habe man beim Aufteilen darauf geachtet, dass die Kinder möglichst mit ihren Freunden in eine Gruppe kommen, und auch die Kinder, die im Frühjahr in der Notbetreuung untergebracht waren, bleiben zusammen.

"Für die Kinder ist das alles fast schon normal", meint Inna Pelludat. "Sie passen sich schnell an, machen gut mit und nehmen aufeinander Rücksicht."

Dennoch hält die Leiterin es für enorm wichtig, dass die Kindergärten offen bleiben: Vieles gehe in dieser Zeit bei den Jüngsten verloren. Während der Schließung im Frühjahr hätten die Kinder teilweise einige Lieder und Spiele vergessen.

Eine erneute Schließung fände auch Patricia Wolfer vom Kindergarten Bueloch fatal: "Ein Kind im Kindergartenalter braucht Kontakte, weil sich in diesem Alter soziale Fähigkeiten entwickeln."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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