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Meßstetten Die Burg zu neuem Leben erweckt

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Europäische Wasserscheide auf der Hossinger Hauptstraße: Wanderführerin Rose Pfersich demonstrierte mit der Gießkanne den Abfluss nach rechts in die Nordsee, nach links in das Schwarze Meer. Foto: Koch Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Walter Koch Meßstetten-Hossingen. Der "Burtales", Burgherr Hosse, Keltengräber und die europäische Wasserscheide haben die letzte Meßstetter Ferienwanderung in Hossingen begleitet. Die siebte Tour veranstaltete die Hossinger Albvereinsgruppe in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Meßstetten. Dabei entpuppte sich Wanderführerin Rose Pfersich, zugleich Vertrauensfrau der Ortsgruppe, einmal mehr als profunde Kennerin der Ortsgeschichte.

Vom Dorfplatz aus ging es über die Kapfstraße, zugleich europäische Wasserscheide, weiter über die Mozartstraße vorbei am Regenrückhaltebecken steil hinunter zum Standort der dort wohl um 1200 entstandenen Burg bei der Burtelbachquelle. Dort gab es die erste Überraschung, denn die mehr als 160 Teilnehmer sahen auf großen Zeichnungen die Ansicht dieser wohl im 14. Jahrhundert verlassenen Burg.

Architekt Franz Josef Häring aus Meßstetten hat mit Hilfe der Ausgrabungen und Aufzeichnungen des Burgenforschers Albert Koch von 1916, eigenen Vermessungen, Erhebungen und Nachforschungen in den Jahren 2008 bis 2009 diese Burg mittels Computergrafik rekonstruiert und zu Papier gebracht. War es in seiner Blütezeit Burgherr Hosse, ein niederadeliges Geschlecht, so herrscht heute dort im dunklen Wald nur noch der "Burtales", der finstere Geselle, der mit dem Kopf unter dem Arm und mit klirrenden Ketten alle bösen Menschen heimsucht.

Weiter ging es hinauf bis zum Rest des ehemaligen Riedhofs, einem 1914 verlassenen Bauernhof auf dem Weichenwang.

Überrascht zeigte sich so mancher Teilnehmer, dass dort im Wald und auch an anderen Stellen zahlreiche Keltengräber vorhanden sind. Ausgegrabene Gegenstände befinden sich im Stuttgarter Landesmuseum. Über das Leutzenfeld wanderte die Gruppe dann hinunter zum Ort, wo in der Turn- und Festhalle das obligatorische Vesper für alle Teilnehmer wartete. Vorbereitet hatten dies Thorsten Steidle und Ralph Smolle von der Stadtverwaltung sowie Ortsvorsteher Joachim Scheurer, der auch den original Hossinger Schnaps spendierte.

Die Meßstetter Ferienwanderungen erfuhren heuer eine noch nie dagewesene Resonanz. Auch bei widrigem Wetter waren stets mehr als 100 Teilnehmer dabei. Das Angebot wird fortgeführt.

 
 

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