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Meßstetten Die Botschaft: "Flüchtlinge sind willkommen"

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Überhaupt kein Verständnis für eine solche Aktion: Solche Aufkleber sind bei den Ehrenamtlichen nicht willkommen. Foto: Seiler Foto: Schwarzwälder-Bote

Meßstetten. Vorläufig zum letzten Mal haben sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter des ökumenischen Lea-Treffs in Meßstetten getroffen. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren haben Ehrenamtliche der evangelischen, der katholischen und der evangelisch-methodistischen Kirche zusammen mit der Süddeutschen Gemeinschaft diesen Treff für die geflüchteten Menschen ins Leben gerufen.

Relativ schnell war für die ortsansässigen Kirchen klar, dass sie gefragt sind, sich zu engagieren. Unter der Federführung von Pastor Rolf Held, Pfarrer Schuttkowski und dem Ehepaar Murgia entstand der ökumenische Begegnungstreff. Jeden Donnerstagabend waren die Türen für Begegnung, Spiele, Tee und eine Andacht – meist in mehrere Sprachen übersetzt – geöffnet. In dieser Zeit entstanden viele Freundschaften, die bis heute bestehen, auch wenn die Menschen aus der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge an andere Orte verlegt worden sind.

Durch einen Mitarbeiter in der evangelisch-methodistischen Kirche, der selbst gebürtiger Iraner ist und seit mehr als 30 Jahren in Deutschland lebt, besteht ein überregionales Netzwerk, das sich um die Integration dieser Menschen kümmert. Gespannt blicken die Verantwortlichen nach vorne. Der Runde Tisch der Stadt Meßstetten zur Frage der Integration von anerkannten Asylbewerbern war ebenso ein wichtiger erster Schritt, wie das Bemühen, weiter Vorurteile in der Bevölkerung abzubauen.

Unverständnis zeigte Pastor Walther Seiler von der evangelisch-methodistischen Kirche über die Aktion unbekannter rechtsgerichteter Aktivisten, die im Innenstadtbereich Ebingens ausländer­-feindliche Aufkleber an Laternenmasten geklebt haben. "Im Grunde tun mir diese Menschen leid. Womöglich kennen sie keinen einzigen Flüchtling persönlich. Ich würde mir wünschen, dass sie den Mut haben, nicht anonym Laternenmasten zu bekleben, sondern das Gespräch und den Austausch zu suchen", kommentiert Seiler das Vorgehen der Unbekannten. Für ihn und seine Kollegen vom Lea-Treff ist klar: "Flüchtlinge sind willkommen." Dabei betonen die Verantwortlichen, dass es nicht um eine naive Weltsicht, sondern um das christlich motivierte Verantwortungsbewusstsein für eine globale Welt gehe.

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