Balthasar BuhlFoto: Buhl Foto: Schwarzwälder Bote

Geburtstag: Balthasar Buhl haben nicht nur die Vereine viel zu verdanken

Meßstetten-Heinstetten. Mit Balthasar Buhl hat einer der bekanntesten Heinstetter seinen 80. Geburtstag gefeiert. 24 Jahre lang war er Küchenmeister in der Kantine der Bundeswehrkaserne Meßstetten und Gründungsmitglied zahlreicher Vereine.

Im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb, wo er mit zwei Schwestern und einem Bruder aufwuchs, musste Buhl früh mit anpacken, weil der Vater im Krieg gefallen war, und die Tiere versorgen. Wie sein Vater wollte er Viehkaufmann werden, absolvierte dann aber eine Ausbildung zum Metzger in der Ebinger Metzgerei Löffler.

Nach drei Jahren wechselte Buhl zur Metzgerei Kempf in Tuttlingen, entdeckte seine Freude am Zubereiten von Speisen und hängte noch eine Ausbildung zum Koch im Hotel Linde in Ebingen an.

Nach einem Abstecher als Maschinenführer im Baugewerbe pachteten Buhl und seine Frau Judith, die er 1964 geheiratet hatte, ab 1969 die Gaststätte "Traube" – mit viel Erfolg: "An Sonntagen haben wir schon am Nachmittag rund 120 bis 130 Essen herausgegeben", erinnert er sich. 1974 legte er zusätzlich die Meisterprüfung im Fleischerhandwerk ab, kehrte aber 1978 der Selbstständigkeit den Rücken und arbeite 24 Jahre lang als Küchenmeister in der Kantine der Bundeswehrkaserne Meßstetten – bis zu seiner Pensionierung. Auch zum Personalratsvorsitzenden wurde er gewählt.

Vier Jahre lang war Buhl Schöffe am Amtsgericht Hechingen, engagierte sich 15 Jahre lang im Ortschaftsrat Heinstetten und im Gemeinderat Meßstetten, verstärkte über zehn Jahre den Narrenrat des Vereins Hau Giebel und ist Gründungsmitglied zahlreicher Vereine, darunter des Schützenvereins Heinstetten, des Reitvereins Heinstetten-Meßstetten und der Tennisgemeinschaft Hartheim, für die er sechs Jahre lang im Ausschuss saß.

Auch sportlich hat Buhl Akzente gesetzt, war Vereinsmeister im Einzel und Doppel und nahm noch im Alter von 78 Jahren an Verbandsspielen für die TGH im Badischen und Württembergischen Tennisverband teil. "Mit über 300 Partien habe ich die meisten Verbandsspiele für den Verein absolviert", erklärt er.

Für ihn selbstverständlich, half Buhl Jahrzehnte lang bei der Frühjahrsüberholung der Plätze mit, krönte mit seinen Kochkünsten viele Vereinsfeste, Stadtfeste und geselligen Veranstaltungen. Als passives Mitglied unterstützt er zudem den Musikverein und den Sportverein Heinstetten.

Buhls große Leidenschaft aber ist das Reiten – ein Hobby, das er 45 Jahre lang pflegte. Mit seinen beiden Pferde entspannte er sich vom Alltag und hat sich seinen Tatendrang auch mit 80 Jahren erhalten: Regelmäßig ist er auf dem Tennisplatz anzutreffen, unternimmt mit seiner Frau Judith Radtouren an der Mosel entlang und ist im Winter auf die Skipiste anzutreffen.

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