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Meßstetten "Der Geißbühl hat viel Potenzial"

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Gerd Baldauf vom Büro Baldauf Architekten und Stadtplaner aus Stuttgart präsentierte die Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung der Zollernalb-Kaserne den Mandatsträgern aus Albstadt, Balingen, Meßstetten, Obernheim und Nusplingen. Foto: Steidle Foto: Schwarzwälder Bote

Schon vor Wochen hätte die Informationsveranstaltung zum interkommunalen Gewerbe- und Industriepark auf dem Geißbühl stattfinden sollen. Jetzt hat die Corona-Verordnung es zugelassen, und es gab viel zu besprechen – nichtöffentlich.

Meßstetten. Für die Realisierung des interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiets auf dem Gelände der ehemaligen Zollernalb-Kaserne hat Bürgermeister Frank Schroft aus Meßstetten unter den Vertretern der interessierten Städte und Gemeinden geworben. Die Heuberghalle war beim Informationsabend coronabedingt weitläufig bestuhlt für die die Gemeinderäte aus Albstadt, Balingen, Nusplingen, Obernheim und Meßstetten.

Schroft geht es um die sinnvolle Nachnutzung des 56 Hektar großen Areals, auf dem nach der Bundeswehr die Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge untergebracht war, und so hat die Stadt Meßstetten 2019 das Büro Baldauf Architekten und Stadtplaner aus Stuttgart damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten, hat das Büro doch schon zahlreiche andere Konversionsprojekte mit Erfolg umgesetzt.

Wie Inhaber Gerd Baldauf bei der Vorstellung betonte, sieht er im Kasernenareal auf dem Geißbühl viel Potenzial – das gelte sowohl für die Mannschaftsgebäude samt Kantine als auch für den südlichen Abschnitt, der sich sehr gut eigne für großflächige Industrieanlagen. Das Straßen- und Erschließungsnetz könne nach entsprechender Ertüchtigung größtenteils weitergenutzt werden. Im nächsten Schritt gelte es nun, die Machbarkeitsstudie zu einem Rahmenplan zu qualifizieren und diesen öffentlich sowie mit den interessierten Kommunen zu diskutieren.

Christoph Dickmanns vom Regionalmanagement des Konversionsraums Alb wies auf den Bedarf an Industrieflächen im Zollernalbkreis hin, auf die Vorteile einer interkommunalen Kooperation und auf die Möglichkeiten einer nachhaltigen Ausrichtung eines Industrieparks. Im Zollernalbkreis seien keine Industrieflächen mehr vorhanden, der Bedarf von Unternehmen aus dem Landkreis liege allerdings bei 34 bis 43 Hektar in den nächsten zehn Jahren. Bundesweit betrachtet kämen etwa 70 Prozent aller Ansiedlungen aus einem Radius von 50 Kilometern rund um das Gebiet.

Der geplante Gewerbe- und Industriepark Zollernalb unterstütze die Unternehmen im Kreis also bei der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen und biete ihnen eine Bleibeperspektive.

In der Größe der geplanten zusammenhängenden Industriefläche sieht Dickmanns ein Alleinstellungsmerkmal und eine Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Region und warb deshalb für eine nachhaltige Positionierung des Gewerbe- und Industriegebiets.

Hauptsitz des Verbands in der Standortverwaltung

Bürgermeister Frank Schroft stellte den Satzungsentwurf für den "Zweckverband Interkommunaler Gewerbe- und Industriepark Zollernalb" vor, der den Vertretern der beteiligten Kommunen schon vor der Informationsveranstaltung zugesendet worden war, und ging auf die Zusammensetzung der Organe des Zweckverbandes ein: Die Verbandsverwaltung solle ihren Sitz in den Räumen der ehemaligen Standortverwaltung finden, die erst kürzlich das Landratsamt erworben hat. Abstimmungsgespräche mit dem Landkreis liefen bereits, sagte Schroft, ehe Meßstettens Stadtkämmerer Daniel Bayer über die finanziellen Rahmenbedingungen des interkommunalen Gewerbe- und Industrieparks Zollernalb informierte. Der zu gründende Zweckverband soll demnach nach dem Neuen Kommunalen Haushaltsrecht geführt werden. Bayer präsentierte erste, vorläufige Kosten- und Finanzierungsübersichten im laufenden und investiven Bereich, ehe die Mandatsträger Fragen stellen und Anregungen liefern durften.

Die Stadt Meßstetten habe sich bewusst gegen eine eigenständige Umsetzung und für eine Kooperation mit den umliegenden Städten und Gemeinden entschieden, betonte Frank Schroft abschließend und warb um Unterstützung für das geplante Vorhaben und ein positives Votum bei den anstehenden Beratungen in den Gremien der Städte und Gemeinden.

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