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Meßstetten Bierkönigin-Kandidatinnen trainieren für Sieg

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Alex Kroll moderierte das Duell zwischen Nina Witzemann (Mitte) und Jasmin Lindel. Foto: Eyrich

In knapp zwei Wochen wird es ernst: Dann treten Nina Witzemann aus Meßstetten und Jasmin Lindel von der Ostalb im Finale der Wahl zur baden-württembergischen Bierkönigin an. Wie sich die beiden Freundinnen vorbereitet haben, erfahren Sie in unserem (SB+)Artikel.

Meßstetten. "Sie zieht sich nicht aus, und sie steckt sich nichts rein", habe Nina Witzemann ihm vor dem inoffiziellen Warm-up für das Finale zur baden-württembergischen Bierkönigin am Freitag, 9. Oktober, im Bierkrugstadel in Bad Schussenried gesagt, berichtete Alex Kroll scherzhaft bei der privaten Gaudi-Veranstaltung in der Kegel-Bar des "Lindenbräu". Dass Kroll dort Braumeister und zudem Nina Witzemanns Vermieter ist, hat die 25-jährige, die als Data Scientist bei Groz-Beckert arbeitet und begleitend ein Masterstudium an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen absolviert, auf die Idee gebracht, sich um die Krone zu bewerben.

Unter den acht Finalistinnen ist es Jasmin Lindel, mit der sich Nina am besten versteht, und so war die 25-Jährige aus Steinheim am Albuch mit kleiner Entourage am Samstag angereist, um in den vier Kategorien "Unterhaltung", "Land und Leute", "Fachwissen" und "Gaudi" ähnliche Aufgaben zu trainieren wie sie im Finale zu erwarten sind.

"pfutzga" und "staibra" - da kennt die Meßstetterin sich aus

Wobei Kroll und seine Mitorganisatoren sich besonders doppeldeutige Titel für die zwölf Aufgaben hatten einfallen lassen: "Schieb ihn rein" etwa, bei dem die Kandidatinnen eine Bierflasche angeln mussten, die am Ende am Dirndl - in beiden Fällen ein besonders schickes Exemplar - hing. Der erste Punkt ging an Nina, die sich auch bei "Do You speak Schwäbisch" am besten schlug. Was "pfutzga" - zischen - und "staibra" - stützen - heißt, wusste sie ebenso wie den "schwäbischen Gruß": "Leck mr am Arsch".

Beim Erraten verpixelter Bilder "Rund ums Ländle" zog die Meßstetterin dann mit 3:0 davon - jetzt musste Jasmin beim "ABC"-Spiel nachlegen und fand prompt die meisten Begriffe rund ums Bier mit vorgegebenen Initialen: K wie Kellerbier, M wie Maischen, N wie Naturtrüb. Aber Q? "Quellwasser!" Das Publikum war begeistert. Bei den fünf Schätzfragen rund ums baden-württembergische Bier – "Wer woiß denn sowas?" - legte sie nach und war häufiger näher am Ergebnis. Erstaunlich: "16 Jahre würde man brauchen, um alle Biersorten aller Brauereien im Land zu trinken, jeden Tag eine", verriet Kroll.

Herzblatt Hannes ist Nachkomme Balinger Schultheißen

Dann hieß es "Party on", und Jasmin zog als Joker ihren Schatz, Hannes, unter dessen Vorfahren mehrere Bürgermeister von Balingen sind. Er sang stilecht in Lederhosen "Hurra, die Gams", ehe Nina mit "Dosenbier saufen" die handverlesenen Gäste in Stimmung brachte, die am Ende ein salomonisches Unentschieden herbeiapplaudierten.

Für "Halt ihn steif!" zog Nina mit Zuschauer Paul den richtigen Joker, obwohl er den vollen Maßkrug nicht so lange stemmte wie Jasmin. Entscheidend war, dass Pauls Zeit ähnlich lange war wie jene, die sein Duo-Partner Robert brauchte, um den Krug zu leeren. Jasmins Duo-Partner Jürgen schaffte das nicht - zu viel Bier war drin.

"Wer hat den längsten?" war noch so eine doppeldeutige Aufgabe, bei der es galt, einen Rettich von beiden Seiten bis fast zur Mitte aufzuschneiden und dann zur Spirale zu ziehen. Ninas Radi hielt den physikalischen Gesetzen am Ende nicht stand, und so trug Jasmin den Punkt davon. Bei der Bier-Blindverkostung jedoch war die Lokalmatadorin wieder eine Nasenlänge vorne und benannte drei von fünf Bieren richtig, ihre Mitbewerberin nur zwei.

Ernennung zur Bierkönigin am 9. Oktober

Dafür siegte Jasmin mit minimalem Aufwand beim Bierdeckelflippen unter dem Motto "Handjob": Einer reichte ihr, um Nina Witzemann zu schlagen. Dass sie auf die Aufforderung "Saug mich leer" nur elf Sekunden brauchte, um einen 0,33-Liter-Bierkrug auszutrinken, nötigte den umstehenden Männern allen Respekt ab. Damit hatte die Meßstetterin nach elf Spielen das Duell gewonnen, das Erraten von Brauerei-Logos unter dem Motto "Etikette" war nur noch Formsache und zementierte den Endstand von 7:4 für Nina.

Als Zugabe durften beide nach kurzem Studium des Etiketts und Probeschluck je ein Bier vorstellen - Nina eines aus Zwiefalten, Jasmin "An ächda Älbl’r" aus dem Brauhaus Zollernalb, das Lindenbräu-Chef Dominik Reger in Ebingen betreibt.

Die Antwort auf die Frage, wer Bierkönigin und wer Bierprinzessin von Baden-Württemberg wird, verspricht am 9. Oktober spannend zu werden. Die Antwort auf die Frage, warum Nina Witzemann und Jasmin Lindel Bierkönigin werden wollen, gaben sie ihren Unterstützern allerdings schon jetzt: "Authentische Biertrinkerinnen" seien sie, betonten die Kandidatinnen, die zeigen wollen, dass "Bier für alle da ist" und mit dem Vorurteil, es sei ein "Bauerngetränk", aufräumen.

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