Es geht voran mit dem Glasfaserausbau in der Gesamtstadt.Foto: Büttner Foto: Schwarzwälder Bote

Eigenbetrieb Breitband: Änderung von Trassen

Meßstetten (bmü). Im Zuge des Backbone-Ausbaus würde es sich doch anbieten, den künftigen Interkommunalen Industrie- und Gewerbepark Zollernalb sowie den Huber-Hof direkt anzuschließen. Die Stadt Meßstetten hat diese Idee aus dem Gemeinderat geprüft und festgestellt: Das geht. Im Zuge der Landesförderung ist der Breitbandausbau für bestehende Gewerbebetriebe förderfähig, demnach könnte für den Bau des Backbones die FTTB-Anbindung des Huber-Hofs ergänzt werden.

Es liegt nun eine Förderzusage in Höhe von knapp 103 000 Euro für die Anbindung des Huber-Hofs vor. Die Kosten für den Bau der Trasse belaufen sich auf 207 583 Euro. Das Nachtragsangebot der Netze BW beinhaltet die Trasse von der Abzweigung in Richtung Albstadt entlang der Geißbühlstraße bis zum Hof. An der Einfahrt zum künftigen Interkommunalen Industrie- und Gewerbepark ist ein Netzverteiler geplant.

Die Mikroverbünde seien so gewählt, dass später bei Bedarf ein POP-Gebäude für den Industrie- und Gewerbepark errichtet werden kann. Der Gemeinderat stimmte dem Nachtragsangebot der Netze BW über 207 583 Euro zur Anbindung des Huber-Hofs und des Geißbühls zu.  

Ferner stimmten die Stadträte dem Nachtragsangebot der Netze BW in Höhe von 337 800 Euro zur Anbindung des POP-Standorts in Tieringen für beide Trassen zu. Hintergrund ist, dass zum Zeitpunkt der Planung der Backbone-Trassen angedacht war, dass beide Trassen, die zum POP-Gebäude in Tieringen führen, mit der Bundesförderung gefördert werden.

Jetzt heißt es, dass im Rahmen der Bundesförderung nur die kürzere Trasse und somit die wirtschaftlichste Variante bis zur Schule gefördert wird. Damit es einen Ringschluss der Trassen beziehungsweise des Netzes gibt, müssen jedoch beide Strecken ausgebaut werden. Daher entschied man sich, beide Trassen von der Netze BW im Zuge des Backbone-Ausbaus mit der Landesförderung zu bauen. Die Kosten für den Bau beider Trassen belaufen sich auf 337 800 Euro, es ist eine Förderung in Höhe von 152 320 Euro zu erwarten.

Und dann gibt es da noch die Backbone-Trasse in Oberdigisheim. Auch dort wird ein Nachtragsangebot über 94 900 Euro fällig. Grund dafür ist der veränderte, vorteilhaftere Verlauf der Backbone-Trasse. Der Anteil der Förderung hierfür beträgt 52 650 Euro. Weitere 127 980 Euro – abzüglich eines Förderbetrags von 59 670 Euro – kommen hinzu, weil die Leerrohre vom Hasenweg bis zum Wacholderweg nicht den heutigen Anforderungen entsprechen. Um ein funktionsfähiges Netz zu bekommen, ist die komplette Neuverlegung von FTTB-Komponenten ab dem Hasenweg erforderlich.

Im Zuge der Anbindung einer Trafostation in der Hossinger Goethestraße hat die Netze BW empfohlen, das Glasfaserkabel bei dieser Maßnahme mit zu verlegen. Kostenpunkt: 29 260 Euro. Auch dieser Ausgabe stimmte der Gemeinderat zu.

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