Die Omas gegen Rechts Wiesental bildeten eine große, beleuchtete Menschenkette und umrundeten den Schopfheimer Rathausplatz.
Die Omas gegen Rechts Wiesental haben am Samstagabend eine Aktion mit dem Titel „Licht an für die Demokratie“ veranstaltet. Ursula Linz sagte zu Beginn: „Wir wollen einstehen für Werte: Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Demokratie.“ Luca Ghiretti, evangelischer Pfarrer, zuständig für Migration, Flucht und Quartierarbeit in Friedlingen, hielt eine kleine Ansprache an die etwa 80 Bürger und den Opa gegen Rechts, die sich am Rathaus versammelten. Er sagte: „Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die von Vertrauen, Dialog und Farbe geprägt ist. Und wir glauben, dass nur so ein Land sich wirklich als demokratisch bezeichnen kann.“ Die Bürger hatten sich eine Lichterkette umgehangen, mit der sie sich nach den Reden verbanden und den Marktplatz umrundeten.
Ghiretti nahm in seiner Rede darauf Bezug: „Diese Lichter haben eine klare Botschaft und bedeuten für mich: Demokratie ist Freiheit, aber nicht Freiheit um ihrer selbst willen. Die wahre Freiheit ist Teilhabe, Fürsorge und Verantwortung.“ Ghiretti rief zu Optimismus auf: „Ich vertraue darauf, dass wir es gemeinsam schaffen werden, eine Gegenwart und eine Zukunft des Vertrauens, des Dialogs und der Vielfalt zu gestalten. (…) Wie schön ist es, in einer Gesellschaft zu leben, in der wir einander vertrauen?“ Sabine Weiß trug ein Gedicht von einer Person vor, die unerkannt bleiben möchte. In dem aufmunternden Gedicht heißt es über die Gegner der Demokratie: „Sie wollen uns spalten. Doch wir stehen zusammen. Sie wollen uns leise machen. Doch wir leuchten. Und jetzt sagen wir es laut: (…) Klein Platz für Faschismus. Kein Platz für Menschenverachtung, Kein Platz für Gleichgültigkeit.“
Die Omas gegen Rechts hängten auch eine Reihe von Laternen auf ein Bambusrohr. In jeder Laterne beleuchtete eine Lichterkette einen Buchstaben. Aneinandergereiht ergab sich das Wort „Menschenrechte“ auf der einen Seite und „Kinderrechte“ von zwei Herzen flankiert auf der anderen Seite. Eine Frau führte ein Schild mit sich auf dem stand: „Antifaschismus heißt auch Solidarität mit Palästina.“ Arno Bürkert spielte mit seiner Geige zwei schwedische Weisen, ferner „Cliffs of Moher“ und „Silver Spear“ und auf Wunsch der Bürger auch „Shalom Chaverim“.