Die Bezirksliga-Fußballer der TSF Dornhan haben ihr Meisterstück am letzten Spieltag gegen den SV Mitteltal-Obertal perfekt gemacht. Und dafür gibt’s für das Team ein besonderes Spiel.
Dank der Schützenhilfe des Lokalrivalen SV Marschalkenzimmern gegen den härtesten Rivalen der Dornhaner Fußballer, der SpVgg Freudenstadt, ist der Aufstieg in die Landesliga der Mannschaft des Dornhaner Trainergespanns Daniel Ruoff und Sandro Bossert nicht mehr zu nehmen.
Direkte Duelle entscheidend
Trotz ernstzunehmender Konkurrenz aus Freudenstadt, dem Landesligaabsteiger aus Ergenzingen und dem lange Zeit gut im Rennen liegenden SV Baiersbronn, die alle auch auf den Meistertitel schielten, waren die Turn- und Sportfreunde nicht nur das beständigste Team in der Liga, sondern haben auch alle direkte Duelle gegen die Aufstiegsaspiranten für sich entscheiden können. Nach 14 Jahren sind die Turn- und Sportfreunde und ihr Trainerteam Daniel Ruoff und Sandro Bossert zurück in der Landesliga.
Es gibt einen ganz wichtigen Faktor
Im Vergleich zu den Mitbewerbern um den Aufstieg beeindruckt die Konstanz des frischgebackenen Meisters. Nur zweimal verließen die Dornhaner als Verlierer den Platz. Das war die Heimniederlage gegen den SV Eutingen, und zum Rückrundenauftakt ging die Partie an der Schlossallee in Vöhringen verloren. Die alte Weisheit gilt auch hier. Eine gute Offensive gewinnt Spiele und eine gute Defensive Meisterschaften. Mit 25 Gegentreffern haben die Turn und Sportfreunde die wenigsten Gegentore kassiert. Damit konnten die Dornhaner ihre vergangenen Saison, die sie als Tabellenzweiter beendeten, noch toppen. In der Relegation scheiterten sie damals in der ersten Runde gegen die SF Gechingen – den späteren Aufsteiger.
Daniel Ruoff macht ein Geständnis
Ausgemachte Sache war der Aufstieg natürlich vor der Saison auch nach Ansicht von Spielertrainer Daniel Ruoff nicht: „Wir wollten schon wieder oben mitspielen und waren aber nicht so vermessen, dass wir den Aufstieg als Saisonziel ausgegeben haben.“
Der Stamm der Mannschaft blieb vor der Saison zusammen und mit den Brüdern Jakob, und Tillmann Schmid sowie Lukas Plocher, konnte der Kader in der Breite weiter verstärkt werden. Ein Stamm von 13 Spielern spielte fast immer. Von größeren Verletzungssorgen blieben die Dornhaner verschont.
Das Trainer-Tandem funktioniert
Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor war sicherlich das eingespielte Trainer-Tandem Ruoff/Bossert, das sich nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz blendend verstand. „Sandro und ich ergänzen uns ganz hervorragend. Ich könnte es mir nicht vorstellen, mit einem anderen diesen Verein zu trainieren. Es macht unglaublich viel Spaß mit ihm.“
Auch das Umfeld, angefangen von der Vereinsgaststätte bis hin zu den Trainingsplätzen ist Landesliga tauglich, und hier hat sich in den letzten Jahren dank der vorzüglichen Arbeit der Vorstandschaft um Timo Rath sowie Michael und Julian Haas vieles zum Positiven entwickelt.
Selbst der Greenkeeper hat seinen Anteil
„Unsere Vorstandschaft hält uns den Rücken frei, und wir können uns ganz auf unsere Mannschaft konzentrieren. Dank auch an unseren Greenkeeper Michael Rath, der viel Zeit investiert, dass wir auf einem so exzellenten Rasenplatz spielen können“, so Ruoff. Das Team hinter dem Team macht einen tollen Job auf der Dornhaner Platte und jetzt geht der Blick voraus auf die bevorstehende Landesliga Saison.
Kommen Neue?
Personell hoffen die Dornhaner noch, dass sie zwei bis drei Spieler für die kommende, schwierige Landesliga-Saison verpflichten können. „Die müssen aber auch menschlich zu uns passen. Der Kader bleibt bis auf Lukas Plocher zusammen, und die Jungs haben es sich auch verdient, jetzt in der Landesliga zu spielen, weil sie sich das ganze Jahr den Hintern aufgerissen haben“, so der Coach.
Besonderes Schmankerl wartet
Vor dem Start der Vorbereitung für die Landesliga Saison bestreiten die Dornhaner noch ein Testspiel gegen den SV Sandhausen am 29. Juni auf der Dornhaner Platte (14 Uhr) – eine Belohnung für die tolle Saison aus Sicht der Dornhaner.
Daniel Ruoff zieht Bilanz
Daniel Ruoff über die TSF-Akteure, die mindestens die Hälfte aller möglichen Spielminuten auf dem Platz standen:
Niklas Klemenz
... zeigt besonders in den Top-Spielen, dass er die Mannschaft immer wieder vor Gegentreffern retten kann.
Maximilian Wagner
... wurde unter Sandro und mir zum „Vierer“ umfunktioniert und spielt dies, als hätte er nichts anderes gelernt (eigentlich Mittelfeld).
Maik Zimmermann
... vor der Abwehr gesetzt – bestimmt Spieltempo, Spielaufbau und Rhythmus und räumt vor der Abwehr auf.
Marius Helmke
... trainiert mit einer extremen Intensität und ist im Spiel unser Pressingmonster.
Andy Zimmermann
... zuständig für die besonderen Momente als Vorbereiter und Vollstrecker.
Kai Kaltenbach
... spielt in unserem System eine zentrale Rolle und bereitet viele Tore mit seinem linken Fuß vor.
Jakob Schmid
... verteidigt konsequent und eröffnet das Spiel mit seiner Übersicht.
Julian Haas
... ist der Spieler, der es am meisten verdient hat, in die Landesliga aufzusteigen. Extrem hohes Engagement über Jahre und ein absoluter Unterschiedsspieler!
Sandro Bossert
... hat jeden Gegner auf dem Schirm und ist aus dem Trainerteam nicht wegzudenken.
Daniel Ruoff
... darf gottseidank als Trainer in diesem Verein mit diesen Spielern arbeiten.
Tillmann Schmid
... hat kreative Ideen und legt physische Stärke an den Tag – in jeder Aktion.
David Huber
... hat diese Saison auf 9 Positionen gespielt und ist unser absoluter Allrounder.
Florian Siegel
... egal, ob Außen oder im Zentrum, auf ihn ist immer Verlass.