Ute Hahn an der Viola, Felix Schaub an der Klarinette und Susanne Moßmann am Klavier begeisterten das Publikum mit Werken von Mozart, Bruch und Schumann. Foto: Lehmann

Veranstaltung: Konzert in Meißenheim begeistert Publikum

Meißenheim - Nach einer langen Zeit ohne Kultur wurde in die Meißenheimer Kirche zur Sommermusik eingeladen. Stücke von Mozart, Bruch, Schumann und weiteren Komponisten standen auf dem Programm.

Sommerlich waren die Temperaturen zwar nicht, dennoch freute sich Pfarrer Heinz Adler, die zahlreichen Besucher zur Sommermusik begrüßen zu können. Immer wieder habe er beobachtet, dass in der Kirche lange und oft das Licht gebrannt hatte, während sich die Musiker auf das Konzert vorbereiteten. Aber nicht nur er freute sich auf den Abend, sondern auch die zahlreichen Gäste. Schließlich waren Besucher aus Meißenheim und dem Umland gekommen und die Kirche war, so weit es die Vorschriften zur Corona-Pandemie zuließen, voll besetzt. »Nach so einer langen Zeit ohne Kultur war es auch endlich Zeit«, war aus den Besucherreihen zu hören.

Die vier Musiker hatten sich im Vorfeld entschieden, ihre Gage an die Betroffenen des Hochwassers zu spenden, worüber sich Pfarrer Adler besonders freute. Gestaltet wurde das Konzert von Ute Hahn an der Viola, Felix Schaub an der Klarinette, Susanne Moßmann am Klavier und Sopranistin Marion Matter.

Der Auftakt des Abends war »Nr. II Allegro con moto« von Max Bruch aus »Acht Stücke«, op. 83. Auch die »Nr. V Rumänische Melodie« ließen Klavier, Klarinette und Viola im Laufe des Abends erklingen. Ihren ersten Einsatz, mit glockenklarer Stimme und keineswegs aus der Übung gekommen, hatte Marion Matter bei Thomas Arnes »When Daisies pied« – einem Stück über den Frühling mit dem Text von Williams Shakespeare. Mit Gesang und Instrument holten die Musiker die Töne des Frühjahrs in die Meißenheimer Kirche und ließen auch die Vogelwelt erklingen.

Selten seien die Besetzungen für Klavier, Klarinette und Bratsche (Viola), wie Moßmann erläuterte. Der warme Klang der Viola verbinde sich mit der Klarinette und wirke so besonders harmonisch.

Märchenhafte Stimmung kam bei Werken von Schumann auf

So spielten die Musiker auch aus Mozarts bekanntem »Kegelstatt«-Trio. Einer Komposition, die in lockerer Runde entstanden sei und die Mozart mit Freunden gemeinsam bei Billard und Kegel gespielt haben soll. Entstanden ist das Werk aus Freundschaft, wie Moßmann erläuterte. Gefordert seien die Musiker, da es keinen langsamen Satz für die Musiker gäbe. »Gerade das Rondo ist eine musikgewordene Schichttorte«, so die Klavierspielerin. Das Thema bliebe, ähnlich wie Teigschichten, immer das gleiche, gespickt von den Zwischenspielen, die die unterschiedlichen Füllungen wiederspiegelten.

Auch Schumann komponierte Märchenerzählungen aus geselligem Anlass. Thematisiert wurde kein bestimmtes Märchen, aber eine märchenhafte Stimmung. Auch daraus gaben die Musiker einen Auszug zum Besten. »Ich hoffe, wir spielen so die Sonne in Ihre Herzen«, sagte Moßmann, ehe die Musiker mit den tänzelnden Klängen die Besucher erfreuten. Und auch Matter kam abschließend nochmals zum Einsatz, ehe die Musiker mit einem begeisterten Applaus in den Abend verabschiedet wurden.

Das nächste Konzert in der Meißenheimer Kirche ist am Samstag, 4. September. Zu einem Konzert mit Trompete und Orgel wird von Alexander Sauer und Susanne Moßmann eingeladen. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Mendelssohn, Fauré und anderen Komponisten. Im Vorfeld des Konzerts findet von 18 bis 18.45 Uhr eine Orgelführung statt.