Tim Wöhrle gab ein starkes Comeback. Foto: Eibner

Regionalliga: Luca Kölsch erleidet Kreuzbandriss. Hessen Kassel kreuzt am Mittwoch auf. 

Es läuft beim Fußball-Regionalligisten TSG Balingen. Am Sonntag machte das Team von Cheftrainer Martin Braun und seinem kickenden Co Lukas Foel­sch den "Dreier-Hattrick" mit einem Erfolg bei Schlusslicht Eintracht Stadtallendorf perfekt.

1:0 im Nachholspiel zu Hause gegen die ambitionierten Offenbacher Kickers, 3:2 bei der Reserve des Bundesligisten VfB Stuttgart, und am Samstag der 3:0-Auswärtssieg beim Aufsteiger und Tabellenletzten Eintracht Stadtallendorf – drei Siege in Serie in der vierthöchsten deutschen Spielklasse hatte es für die Eyachstädter zuvor noch nie gegeben.

Ohnehin zeigt sich das Braun-Team nach dem Corona-Restart gut auf der Höhe. Zwar setzte es zunächst eine vermeidbare 2:3-Niederlage bei der TuS Rot-Weiß Koblenz, doch danach musste sich die TSG nur noch Spitzenreiter FSV Frankfurt, der seine jüngsten sechs Partien allesamt für sich entschieden hat, mit 0:1 geschlagen geben.

28 Punkte hat die TSG inzwischen auf dem Konto und belegt nach 17 Spieltagen den siebten Tabellenplatz. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt mittlerweile schon satte zehn Punkte. Das Gute bei den Balingern: Sie punkten nicht nur gegen die vermeintlich starken Gegner, sondern auch gegen jene, die im Tableau hinter ihnen rangieren. So schlugen sie nach dem Corona-Break den TSV Schott Mainz mit 4:0 und nun eben auch Stadtallendorf sicher. "Wir haben das wirklich gut gemacht. Ich habe vom Gegner im gesamten Spiel keine richtige Torchance gesehen. Defensiv hat die Mannschaft sehr diszipliniert gespielt und ist insgesamt sehr geduldig geblieben", sagt Braun.

Ende der ersten Halbzeit unterstützte Stadtallendorfs Kristian Gaudermann mit einem Eigentor die Gäste noch beim Toreschießen (39.), in der zweiten Hälfte schlossen Marc Pettenkofer (57.) und Simon Klostermann (72.) zwei sehenswerte Angriffe der Schwaben zum 3:0-Endstand ab. "Wenn man das im Training ohne Gegenspieler trainieren will, und es so klappt, wäre es sehr gut gewesen", so Braun, "gerade das 2:0 lief über acht Kontakte. Da hat die Mannschaft eine hohe Ballsicherheit und ein sehr gutes Pass-Spiel mit dem ständigen Blick nach vorne gezeigt." Ein starkes Comeback gab Tim Wöhrle. Der hatte zuletzt wegen Beschwerden an der Achillessehne fünf Spiele lang pausiert und wäre eigentlich nur für einen 30-minütigen Einsatz vorgesehen gewesen. Da sich aber Luca Leon Kölsch bereits in der ersten Halbzeit am Knie verletzte (28.), musste Wöhrle unerwartet früh ran. "Er ist körperlich auf guten Niveau gewesen und ein extrem guter Fußballer. Er war sehr schnell auf einem hohen Niveau und ist deshalb eine gute Option für die Startelf am Mittwoch im Heimspiel gegen Hessen Kassel", so Braun. Zumal es Kölsch doch schlimm erwischte. Nach einer MRT-Untersuchung am Montagnachmittag stand fest: Kölsch hat sich das vordere Kreuzband gerissen, wird sich einer Operation unterziehen müssen und lange ausfallen. "Das ist bitter. Schlimmer wäre gewesen, wenn er sich das hintere Kreuzband gerissen und auch noch andere Weichteile im Knie beschädigt hätte", sagt TSG-Trainer Braun.

Bereits um 17.30 Uhr soll die Partie der TSG gegen den früheren Erstligisten, der derzeit den 13. Tabellenplatz belegt, auf dem Kunstrasenplatz der Balinger-Bizerba-Arena angepfiffen werden. Am Montagmorgen war das Spielfelds jedoch nur zur Hälfte vom Schnee befreit. Braun nimmt’s wie es ist. "Ich hoffe, dass wir noch mal ordentlich trainieren und am Mittwoch dann auch spielen können."

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