MdL Nico Reith (von links), Abteilungskommandant Steffen Albert, Gesamtkommandant Markus Ziganczuk, MdL Martina Braun und Bürgermeister Patrick Hass sind zufrieden. Mit dem Richtfest wird eine Bauetappe erfolgreich abgeschlossen. Foto: Rainer Bombardi

Das neue Feuerwehrgerätehaus in Hüfingen entsteht im Eiltempo. Ein Rundgang beim Richtfest zeigte die eigentlichen Dimensionen des Erweiterungsbaus.

Die Erweiterung und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist ein Meilenstein in der Geschichte von Hüfingen und ein Jahrhundertprojekt für die Feuerwehr. Darüber waren sich alle einig, die am Richtfest teilnahmen. Dieses bot einen Einblick in ein funktional geplantes Gebäude, welches auf jeglichen Schnickschnack verzichtet und die praktische Nutzung in den Fokus rückt.

 

Mit einem Richtspruch hatten die beiden Zimmerer Michael Kindler und Tobias Speiser aus Mundelfingen das Richtfest auf dem Dach der hell erleuchteten Gebäudefassade eröffnet.

Bürgermeister Patrick Haas freute sich über den bisherigen Bauablauf, der termingerecht und im Eiltempo die vom Gemeinderat getroffenen Beschlüsse und Arbeitsvergaben umsetzt. Er hob die Bedeutung des Millionenprojekts hervor, dank dessen Funktionen und Einrichtungen sich die Sicherheit und der Schutz der Bevölkerung noch besser gewährleisten lässt.

Tobias Speiser (links) und Michael Kindler sagen den Richtspruch auf. Foto: Rainer Bombardi

Die Landtagsabgeordnete Martina Braun (Grüne) hob den Stellenwert hervor, den die Feuerwehr in der Landes- und Kommunalpolitik genießen darf. Sie outete sich als ein Fan der Einrichtung, die landesweit in der Regel als freiwillige Feuerwehr agiert und lobte die Kommune, bei den Arbeitsvergaben das einheimische Handwerk zu berücksichtigen.

Landtagskollege Nico Reith (FDP) stimmte ihr zu und erinnerte daran, dass ohne ehrenamtliches Engagement alternativ die Gründung einer Berufsfeuerwehr notwendig wäre. Alleine aus diesem Grund sei jeder Cent, der in die Optimierung von Material und Ausstattung fließe, sinnvoll investiert. Gerade unter dem Aspekt zunehmend enger werdender Gemeindebudgets wertete Reith eine derartige Investition als umso bedeutender ein.

Arbeiten erfolgen in enger Absprache

Überaus zufrieden mit dem Verlauf des Baus äußerte sich auch Hüfingens Abteilungskommandant Steffen Albert. Er verwies darauf, dass die Arbeiten zwischen dem Ingenieurbüro Sättele und der Mundelfinger Zimmerei Kindler in enger Absprache mit der Feuerwehr und der Verwaltung zu einem Ergebnis geführt haben, dass bislang rundherum zufriedenstellt.

Albert erinnerte auch an die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Verwaltung: „Sie kann sich bewusst sein, dass keine unserer Anregungen und Wünsche finanziell über das Ziel hinausschießt.“

Abteilungskommandant Steffen Albert (Dritter von links) erläutert den Gästen die Funktionalität des neuen Feuerwehrgerätehauses. Foto: Rainer Bombardi

Rundgang durch den Erweiterungsbau

Die eigentlichen Dimensionen des Erweiterungsbaus wurde vielen Anwesenden erst auf einem Rundgang durch den Rohbau richtig bewusst. Auf einer Ebene mit dem bisherigen Erdgeschoss des Feuerwehrgerätehauses gelegen, entstehen eine Garderobe für 80 männliche und eine für 20 weibliche Einsatzkräfte inklusive sanitärer Anlagen und Duschen. Neben diversen Räumen für Technik und Logistik ist dort zudem ein Wasch- und Trocknungsraum für die zeitnahe Reinigung der Einsatzkleidung integriert.

Zahlreiche Gäste nehmen am Richtfest des neuen Feuerwehrgerätehauses teil. Foto: Rainer Bombardi

In der Etage darüber befindet sich ein Aus- und Weiterbildungssaal, dessen Vermietung auch zu externen Fortbildungszwecken von Feuerwehren möglich ist. Ein Offizier- und Kommandoraum, zwei Büros, diverse sanitäre Anlagen und Lagerräume runden das Angebot ab.

Steffen Albert bezeichnete den Aufenthaltsraum in der oberen Etage als Herzstück. Seine Funktion dient zur Kameradschaftspflege und Stärkung der Gemeinschaft. Der Aufenthaltsraum und andere frei werdende Räume im bestehenden Gerätehaus stehen in Zukunft der Jugendfeuerwehr zur Verfügung.

Das Projekt

Investition
Der für Investitionskosten in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro beschlossene Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehaus in Hüfingen ist ein Jahrhundertprojekt, welches die Feuerwehr auf Jahrzehnte hinaus fit für die Zukunft macht. Der Spatenstich erfolgte im Mai 2025. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 vorgesehen. Während der Bauzeit kommt es zu keinerlei Einschränkungen für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr.