Landrat Klaus Michael Rückert (Mitte), die Projektbeteiligten und Seewalds Bürgermeister Gerhard Müller (rechts) gaben das Hochgeschwindigkeits-Internet für den Ortsteil Hochdorf frei. Foto: Landratsamt

Infrastruktur: Schnelles Internet für Seewalder Ortsteil in Betrieb genommen / Gute Zusammenarbeit

Seewald-Hochdorf. Die Bürger des Seewalder Ortsteils Hochdorf hatten am Dienstag allen Grund zu feiern. Landrat Klaus Michael Rückert, Bürgermeister Gerhard Müller und zahlreiche weitere Projektbeteiligte waren nach Hochdorf gekommen, um den Anschluss von Hochdorf an die überörtliche Glasfaserverbindung in Betrieb zu nehmen.

Seit dem Jahr 2019 hatte die Gemeinde Seewald den innerörtlichen Glasfaserausbau vorangetrieben, um damit die bestmögliche Infrastruktur zu schaffen. Nach Feststehen des Netzbetreibers, der Bietergemeinschaft nswnetz, bestehend aus der Sparkassen-IT und "brain4kom", baute der Landkreis kurzfristig die Anbindung an dessen Netz im Landkreis Calw aus.

Beide Ausbaumaßnahmen seien durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg unterstützt wurden, teilt das Landratsamt mit. Landrat Klaus Michael Rückert freute sich, dass der Weg für glasfaserbasiertes Internet jetzt frei ist und fügte mit einem Augenzwinkern an, dass einige Bürger schon seit ein paar Tagen die Breitbandverbindung nutzen. Außerdem versprach er den Menschen aus dem Ortsteil Erzgrube, dass auch sie noch in diesem Jahr einen zeitgemäßen Anschluss an die Datenautobahn erhalten werden.

"Für die weiteren Ortsteile Besenfeld, Eisenbach, Allmandle, Göttelfingen und Schernbach beginnen die Ausbauarbeiten zur Erschließung der sogenannten "weißen Flecken" in den nächsten Monaten", teilte Bürgermeister Gerhard Müller mit. Er dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Einer davon war der mitplanende Generalunternehmer des Landkreises, die Netze BW, deren Geschäftsführer Christoph Müller von einem Infrastruktur-Jahrhundert und damit von einer riesigen Aufgabe für die kommunalen Auftraggeber und die ausbauenden Unternehmen sprach. Jens Schilling, Vorstandsvorsitzender der "Komm.Pakt.Net", war sich dessen ebenfalls sicher und lobte ergänzend dazu den Mut und die Bereitschaft des Kreistags und der Gemeinderäte im Landkreis Freudenstadt für das Engagement im Breitbandausbau.

Ingo Appuhn von der Firma nswnetz versprach, mit einem zuverlässigen Netz dafür zu sorgen, dass diese Bereitschaft nicht enttäuscht werde. Beim abschließenden symbolischen "Knopfdruck" waren sich alle Projektbeteiligten einig, dass der Auf- und Ausbau von Infrastrukturen, insbesondere im ländlichen Raum, nur als Team zu meistern und die Digitalisierung ein entscheidendes Thema für die Zukunft des ländlichen Raums und die Lebensqualität ihrer Bewohner sei.