Wenn der Arzt auf dem Bildschirm erscheint...Foto: © M.Dörr & M.Frommherz – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Mehrgenerationenhaus möchte Bürger fitmachen für Digitalisierung im Gesundheitswesen

In der Arbeitswelt sowie in den Schulen ist die Digitalisierung längst angekommen. Weil sie aber auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt macht, möchte das Mehrgenerationenhaus die Bürger darauf vorbereiten.

Bad Dürrheim. Vielerorts ist es schon Alltag: Ein Patient, der einen neuen Facharzt sucht, informiert sich im Internet, nutzt Wearables und Apps, um Gesundheitsdaten zu erfassen oder auszuwerten – oder er klickt sich durch diverse Bewertungsplattformen, um den möglichst besten und vertrauenswürdigsten Arzt ausfindig zu machen.

Doch Digitalisierung im Gesundheitswesen kann noch viel mehr sein. Bestellungen in Online-Apotheken beispielsweise oder Terminvergaben über Internetseiten von Ärzten. Und war es vor Jahren noch eine eher unrealistisch anmutende Zukunftsvision, sind digitale Sprechstunden bei Ärzten längst keine Seltenheit mehr.

Aber allem fortschreitenden Service zum Trotz: Der Dschungel der Angebote im Internet ist dicht und schier unübersehbar. Sich darin zurecht zu finden, fällt vornehmlich älteren Menschen schwer. Auf diesen Umstand reagiert das Mehrgenerationenhaus in Bad Dürrheim deshalb und bietet Workshops über die Digitalisierung im Gesundheitswesen an.

"Die Digitalisierung der Arbeitswelt nimmt seit Jahren stetig zu. Zwischenzeitlich ist auch das Privatleben zunehmend davon betroffen", erläutert das Team des Mehrgenerationenhauses. Die Corona-Pandemie wirke als Verstärker dieses Trends und führe dazu, dass die digitalen Anwendungen im Gesundheitsbereich weiter verbreitet werden.

Auch registriert man ein wachsendes Interesse in der Bevölkerung an diesen Anwendungen. Das nimmt das Mehrgenerationenhaus Generationentreff Lebenswert zum Anlass, insbesondere ältere Bürger über digitale Anwendungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen zu informieren, aufzuklären und sie zu einem souveränen Umgang mit ihnen zu bewegen.

Aufklärung hoch vier

Ein großer Schritt in diese Richtung wird mit gleich vier Veranstaltungen im Juni und Juli getan – neben einer Online-Veranstaltung sind drei Workshops in Präsenz vorgesehen, begleitend dazu wird es auch eine Ausstellung im Kurhaus in Bad Dürrheim geben, die vom 14. bis 26. Juni für alle Interessierten gezeigt wird. Die Veranstaltungen werden im Rahmen des Projekts "gesundaltern@bw" durchgeführt und werden gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

n Thema der Online-Veranstaltung am 22. Juni ist die digitale Unterstützung pflegender Angehöriger.

n Die drei Workshops finden als Praxiswerkstatt in Präsenz vom 30. Juni bis 2. Juli statt. Die Themen reichen vom Nutzen der Gesundheits-Apps bis zu den Vor- und Nachteilen der Video-Sprechstunden. Diskutiert wird ergänzend auch darüber, wie zuverlässige Gesundheitsinformationen im Internet zu finden sind. Referent ist der IT-Trainer und Internet-Medien-Coach Jürgen Schuh.

n Ergänzend dazu findet eine Ausstellung im Kurhaus in der Zeit vom 14. bis 25. Juni statt.

Infos und Anmeldungen

Weitere Informationen und Gelegenheit zur Anmeldung zu den Veranstaltungen gibt es bei der Geschäftsstelle des Mehrgenerationenhauses telefonisch unter der Nummer 07726/3 89 03 37 oder im Internet unter www.generationentreff-lebenswert.de

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